Spielabende

Erwachsene:
Freitag ab 19.30 Uhr

Jugendliche:
Freitag ab 18.00 Uhr

Spiellokal:
Caritas-Centrum Illertissen, Beethovenstr. 6

Hobby-Gruppe:
Dienstag ab 15.00 Uhr
Cafe am Markt, Illertissen

Schachaufgabe

Wir stellen uns vor

Schach im Cafe am Markt

Konzert 2016

Weihnachts-Blitz 2016

Chess meets Jazz

Jugendturnier 2015

Jugendturnier

Schach in der Schranne

Blitzschach – Ein Duell

Arnd Mayer

Im letzten Mannschaftskampf (2. Mannschaft) ging es für uns um nichts mehr. Mit 3 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten SV Nürtingen 1 war der Aufstieg ohnehin nicht mehr möglich. Aber als Aufsteiger in die Verbandsliga Süd spielten wir eine souveräne Saison mit 6 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Für unseren heutigen Gegner SC Tettnang 1, der als Drittletzter der Tabelle ins Rennen startet, ging es allerdings noch um alles. Unter Umständen steigen nämlich drei Mannschaften ab. Dementsprechend erwarteten wir einen optimal aufgestellten Gegner. Umso überraschender war es, als der Gegner mit zwei Ersatzleuten antrat. Doch es wurde ein harter, spannender Wettkampf mit einem knappen Ausgang.

Früh schon erreichte Johannes Büchele (Brett 3) ein Remis gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner. Bald darauf war die Partie von Reimund Lutzenberger (Brett 5) verloren, da sein mutiges Figurenopfer keinen Erfolg einbrachte. Aber wir haben ja starke Ersatzspieler, die aufgrund ihrer Spielstärke auch als Stammspieler in der 2. Mannschaft durchgehen würden. So Bernhard Jehle (Brett 8), der seinen Gegner total im Griff hatte und nach und nach so großen Druck ausbaute, dass sein Gegner nach relativ kurzer Gegenwehr die Segel strich.

Fabrice Baquele (Brett 2) spielte mit seinem Gegner sehr schnell die Eröffnung des angenommenen Damengambits herunter. Und auch das Mittelspiel war bald zu einem Endspiel abgewickelt worden. Das allerdings war sehr interessant, da Fabrice mit dem Läuferpaar gegen Springer und Läufer leichte Vorteile hatte. Überdies drohte er ständig einen spielentscheidenden Bauerngewinn. Doch der Gegner fand immer eine gute Antwort, so dass es schließlich nur zum Remis reichte. Ein Remis hätte Arnd Mayer (Brett 4) trotz eines Bauernverlustes  erreichen müssen. Die Stellung war durch den aktiven Turm, bei gleichzeitig sehr passiv stehendem gegnerischen Turm wohl bei zurückhaltender Spielweise remis. Doch nach ein paar ungenauen Zügen und einem falsch eingeschätzten Gewinnplan, war die Partie schnell verloren.

Beim Zwischenstand von 2 : 3 Punkten für den Gegner, bei noch drei laufenden Partien, mussten 2,5 Punkte her, um diesen Mannschaftskampf noch zu gewinnen. Zwar hatten Emilian Hofer (Brett 1) und Markus Natter (Brett 7) eine Mehrfigur, allerdings mit teilweise etlichen Bauern weniger und es bestand auch immer die Gefahr, bei entsprechender Unachtsamkeit (in der Zeitnotphase) ein unter Opfer zwangsweise herbeizuführendes Remis zuzulassen. Und die Partie von Markus Eichhorn (Brett 6) war sehr kritisch. Obwohl das Endspiel Turm und Bauer gegen Turm und Bauer häufig remis ist, so war der Bauer vom Gegner schon gefährlich weit vorgedrungen. Aber irgendwie ließ der Gegner es zu, dass Markus seinerseits seinen Bauern vortreiben konnte. Bevor es letztendlich dazu gekommen wäre, dass jeder seinen Turm für den gegnerischen Bauern hergab, einigte man sich auf Remis.

Trotz Mehrfigur spielte Markus Natter (Brett 7) vorsichtig und mit Umsicht und ließ dem Gegner keine Schwindelchancen. Mit diesem Sieg stand es 3,5 zu 3,5 Punkten. So musste die letzte noch laufende Partie von Emilian Hofer (Brett 1) die Entscheidung herbeiführen. Und das schaffte Emilian mit Bravour, denn sein Gegner forderte mit einfallsreichem Spiel stets seine volle Konzentration. Bei einer kleinen Unachtsamkeit wäre dieser absehbare Gewinn womöglich dahin gewesen. Aber so gewannen wir 4,5 zu 3,5 Punkten und wurden Tabellenvierter, punktgleich mit dem Dritten aus Ebersbach.

Tabelle Verbandsliga Süd

Partie an Brett 1 zum Nachspielen: Jürgen Längl – Emilian Hofer
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In der 7. Runde der Verbandsliga Süd gab es für uns (SV-Jedesheim 2) ein 4 :4 gegen Fils-Lauter 1.

Nach zwei Stunden Spieldauer zeichnete sich schon ein 0 : 1 Rückstand an Brett 6 ab, da Manfred Grosse (Ersatzspieler aus der 3. Mannschaft) mit schwarz sehr ambitioniert gegen das weiße Zentrum spielte und leider für seinen Mut nicht belohnt wurde. Ein Minusbauer und eine rückständige Entwicklung ermöglichten dem Gegner einen erfolgreichen Mattangriff.

Aber wir haben ja noch unseren groß aufspielenden Patrick Bossinger (Brett 8), der den Spielrückstand ausglich. Danach trudelte ein Remis nach dem anderen ein, so dass es zu einem Mannschaftsunentschieden kam, was uns mit nunmehr 8 Mannschaftspunkten bei noch zwei ausstehenden Mannschaftskämpfen zum endgültigen Klassenerhalt reichen dürfte.

Als ich bei der Begrüßung der Gastmannschaft SG Turm Albstadt 1 einen fairen und spannenden Verlauf wünschte, wusste ich natürlich noch nicht, wie richtig ich lag. Es sollte ein unheimlich spannender Zweikampf an 8 Brettern werden, auch wenn sich 2 1/2 Stunden lang gar nichts rührte. Lediglich in der Partie Marc Rukwid – Arnd Mayer (Brett 5) stellte der Albstädter bereits nach 10 Zügen einen Bauern ein; und das in einer Eröffnung, die er, nach seinen Worten, gut kannte. Ich spielte dann allerdings zu passiv und erlaubt so dem Gegner, in meine Stellung einzudringen. Das Ergebnis war, dass der Mehrbauer verloren ging. Danach trennte man sich friedlich mit einem Remis.

Zuvor erbrachte Johannes Büchele, Brett 4, den ersten halben Punkt, als die Eröffnungsphase nahezu abgeschlossen war. Simon Heinrici (Brett 7) musste da schon etwas länger kämpfen. Sein Gegner hatte immer kleine, versteckte Möglichkeiten zum Angriff, doch diese wehrte Simon gekonnt ab und konnte dann den Spieß umdrehen. Das Ergebnis war ein ganz wichtiger Sieg, wie sich später noch herausstellen sollte.

Neben mir am Brett 6 von Markus Eichhorn stellte ich verwundert fest, dass Markus mit Weiß in einem Grünfeld-Inder gelandet ist. Das hatte ich ja noch nie bei ihm gesehen. Umso freudiger sah ich , dass er ganz gut stand. Als ich dann nach einer Weile wieder hinüber sah, stand er allerdings klar auf Verlust und musste auch ein paar Züge später aufgeben.

Als dann Patrick Bossinger, Brett 8, zu mir kam, um zu erfragen, was er mit dem Remisangebot seines Gegners machen sollte, wollte ich schon sagen, du musst auf jeden Fall weiterspielen, denn die anderen Partien stehen alle entweder auf Verlust oder zumindest sehr bedenklich. Doch Patrick stand meines Erachtens auch nicht besonders gut, bestenfalls ausgeglichen. Wie bin ich froh, ihn nach seinem Gefühl entscheiden haben zu lassen, was er machen soll. Denn der Kämpfer Patrick spielte resolut auf Gewinn (hätte auch Bauern geopferte, um eine Bauernumwandlung zu erreichen) und nutzte die kleinen Fehler seines Gegners, um einen ganzen Punkt einzufahren.

Nachdem Fabrice Bacquele, Brett 3, wieder mal seinem Ruf gerecht wurde und als Schwarzer so großen Druck auf des Gegners Stellung ausübte (als wäre die Farbverteilung umgekehrt), dachte ich schon, der Gegner wird innerhalb weniger Züge zusammenbrechen. Das war dann leider doch nicht der Fall. Im Gegenteil, der Angriff forderte Tribut. Ein Bauer musste sein Leben lassen und später auch die Qualität. Doch das erschüttert einen Fabrice doch nicht und übte mit Dame und Springer weiterhin so starken Druck aus, dass der Gegner sich genötigt sah, in beidseitig höchster Zeitnot, die Qualität wieder zurückzugeben. Im daraus resultieren Damenendspiel war für keinen mehr etwas zu holen, so dass ein Dauerschach die Partie beendete.

Damit stand es 3,5 zu 2,5 für uns und dennoch waren wir sehr weit von einem Mannschaftssieg entfernt, denn in den beiden letzten Partien stand es für die Jedesheimer sehr schlecht. Zwar hatte Achim Engelhart an Brett 1 nur einen Bauern weniger, doch im Endspiel T+B gegen T+2B konnte Achim die Niederlage nicht verhindern. Wenn jetzt nicht noch ein Wunder passiert, dann würden wir den Mannschaftskampf verlieren, denn in der letzten laufenden Partie von Hans-Michael Stiepan, Brett 2, musste Hans-Michael mit einer Qualität weniger die Stellung halten, um wenigstens noch ein Mannschaftsremis zu erzwingen. In dieser Situation agierte Hans-Michael sehr routiniert, indem er mit seinen Leichtfiguren (L+S) Unruhe im gegnerischen Lager verursachte. Als dann die Dame auch noch die halboffene Königsstellung attackieren konnte, war ein Remis schon sicher. Deshalb konnte Hans-Michael das mögliche Dauerschach ignorieren und auf Matt spielen. Für die Zuschauer war diese Situation kaum noch auszuhalten, weder für die Gäste noch für die Mannschaftskameraden, zumal beide Spieler auch noch in Zeitnot waren und jederzeit ein Fingerfehler passieren hätte können. Und dann war das Wunder tatsächlich erreicht. Der Gegner ließ sich die letzten Züge, die zum Matt geführt hätten, nicht mehr zeigen und wir gewannen glücklich 4,5 zu 3,5.

Mit 6 (aus 8) Punkten und Tabellenplatz 3 können wir, bei noch fünf ausstehenden Mannschaftskämpfen, schon bald anfangen, als Aufsteiger in die vierthöchste Liga den Klassenerhalt als gesichert anzusehen.

Ersatzgeschwächt traten wir zum dritten Mannschaftskampf der Verbandsliga Süd in Pfullingen an. Auch wenn einige Optimisten dennoch an einen Sieg glaubten, so war es doch allen klar, dass es heute nur darum ging, nicht sang und klanglos unterzugehen.

Erstaunlich lange hielten sich aber dafür die Partien im Gleichgewicht, auch wenn sich Markus Eichhorn (Brett 5) in der Eröffnung einen Isolani im Zentrum einhandelte. Dieser war dann aber spielentscheidend, denn er kostete dem Markus zu viel Aufmerksamkeit, so dass der Gegner auf dem Damenflügel einen Bauern gewann. Letztendlich konnte Markus im Springerendspiel dann den Vormarsch des gegnerischen a-Bauern nicht mehr aufhalten.

Eine kleine Unachtsamkeit von Matthias Lerch (Brett 7) brachte dem Gegner einen Mehrbauern ein. Diesen konnte Matthias nur durch Aufgebot aller seiner Figuren aufhalten. Dadurch wurde es dem Gegner möglich, weitere Schwächen anzuvisieren. Und irgendwann ist dann eine solche Stellung einfach nicht mehr zu halten.

Mit langsamen, aber stetigen Druck nach Vorne, konnte auch der Gegner von Fabrice Bacquele (Brett 2) einen Bauern gewinnen. Doch Fabrice versteckte sich nicht, spielte offensiv und wickelte so ab, dass alle Bauern getauscht wurden und dabei – entscheidend – den verbleibende Mehrbauer mit Turm und König angreifen konnte, was zum Verlust des Bauern und dem möglichen Turmtausch geführt hätte, wenn der Gegner nicht vorher ins Remis eingewilligt hätte.

Nach einem frühzeitigen Angriff mit e4-e5 im Dreibauernangriff gegen die Pirc-Verteidigung hatte Achim Engelhart (Brett 1) seine Partie stets im Griff. Das musste auch der Gegner einsehen und willigte im Mittelspiel in ein baldiges Remis ein. Auch der Gegner von Johannes Büchele (Brett 3) bemerkte wohl bald, dass das solide und kraftvolle Angriffsspiel ihm Schwierigkeiten bereiten könnte. Mit einem aktiven Gegenzug bot er Remis, das Johannes nach reichlicher Überlegung dann annahm.

Lange Zeit kämpfte Manfred Grosse (Brett 6) gegen ein solides, nach vorne drängendes Damenbauernspiel seines Gegners. Doch erst als dieser die c-Linie eroberte und in seine Stellung einbrach, musste Manfred die Segel streichen. Arnd Mayer (Brett 4) konnte durch ein Zwischenschach den Gegner in Bedrängnis bringen, indem dieser sich gezwungen sah, eine Figur zu opfern. Nach Abwehr von einer Schwindelchance auf Matt wäre es zu einem erzwungenen Damentausch gekommen, was in ein gewonnenes Endspiel für Arnd geführt hätte. Aber das ließ sich der Gegner dann nicht mehr zeigen.

Auch Patrick Bossinger (Brett 8) verlor im Mittelspiel einen Bauern. Zwischenzeitlich waren es drei laufende Partien mit jeweils einem Bauern weniger für uns. Aber im Gegensatz zu den beiden anderen Partien konnte Patrick mutig nach vorne spielen. Dabei opferte er sogar noch einen weiteren Bauern, nur um mit aktivem Figurenspiel (Dame und Springer) den Gegner entweder in ein Mattnetz zu bringen oder wenigstens ein Dauerschach zu erreichen. Und sein Mut hat sich ausgezahlt. Der Gegner sah keine Möglichkeit, dem Dauerschach zu entgehen, wenn er nicht riskieren wollte, eine Figur zu verlieren und bot, nachdem der Mannschaftskampf schon entschieden war, Remis.

So mussten wir uns also 3 : 5 geschlagen geben. Das soll uns aber nicht davon abhalten, weiterhin an den Klassenerhalt zu glauben.

 

 

Besser kann man als Aufsteiger in die Verbandsliga nicht starten. Mit 4 Punkten aus 2 Spielen kommt verhaltener Optimismus auf, den Klassenerhalt erreichen zu können. Aber es war ein harter Kampf, um die nötigen 4,5 Punkte gegen Ebersbach 1 zu erreichen. Selbst nach über 3 Stunden Spielzeit liefen noch alle Partien. Erst danach deuteten sich die ersten Spielentscheidungen ab.

Als erster beendete unser sonst so mutige Angriffsspieler Fabrice Bacquele (Brett 3) mit zwar einfallsreicher aber nicht von Erfolg gekrönter Verteidigung sein Spiel mit einer Niederlage, da er es nicht geschafft hat, den lästigen gegnerischen weißen Bauern auf d6 loszuwerden. Dieser Pfahl im Fleisch, von der Eröffnung bis ins Endspiel, entscheidete das Spiel. Danach erspielte sich Emilian Hofer (Brett 1) ein Remis (Dauerschach) durch einen notwendig gewordenen Gegenangriff, weil sonst der gegnerische Königsangriff wohl spielentscheidend gewesen wäre.

Mit einem sehr optimistischen Figurenopfer wollte Patrick Bossinger (Brett 8) seinen Gegner in die Knie zwingen. Doch der weitere Partieverlauf entsprach wohl nicht seinen Erwartungen und er musste sich mit einer Minusfigur etwas einfallen lassen, um der drohenden Niederlage zu entgehen. Und das hat er auch mit couragierter Fortsetzung erreicht. So gewann er die Figur zurück und dann auch den ganzen Punkt.

Gleich darauf musste sich Achim Engelhart (Brett 2) dem tiefgründigen Spiel seines Gegners beugen, was aber Simon Heinrici (Brett 7) postwendend wieder ausglich. Zunächst sah es bei ihm lange so aus, als ob er einen möglichen Bauerngewinn doch nicht erreichen könnte, weil sein Gegner das aktivere Spiel hatte. Aber mit kleinen, feinen Zügen drängte er ihn allmählich zurück und gewann nicht nur einen, sondern sogar zwei Bauern, was den Einzelsieg sicherstellte.

In der Zwischenzeit entwickelte sich das Spiel von Johannes Büchele (Brett 4) immer vorteilhafter. Toll, wie er mit Bedacht, langsam seine Stellung stetig verbesserte. Da musste sich der Sieg einfach einstellen. Und so kam es auch. Mit raffinierter Zugfolge erreichte er in Gewinnstellung dann letztendlich die Bauernumwandlung in eine Dame. Allerdings reichte das dem Gegner immer noch nicht zur Aufgabe und er spielte mit seinem Springer und ein paar Bauern weiter, natürlich vergebens. Dieser Sieg war aber auch dringend nötig, da Markus Eichhorn (Brett 6) zwischenzeitlich ein Springer-Läuferendspiel verlor. Dabei hatte er bis weit ins Endspiel hinein eine ausgeglichene Stellung. Aber der gegnerische Läufer war seinem Springer einfach überlegen.

Beim Spielstand 3,5 zu 3,5 musste die letzte noch laufende Partie von Arnd Mayer (Brett 5) die Entscheidung bringen. Aufgrund der Endspielstellung war allerdings abzusehen, dass es mindestens ein Remis geben wird. Also warum nicht die vorteilhafte Stellung noch zu einem Sieg führen. Was dann auch letztlich gelang. Damit war der zweite Mannschaftssieg errungen und der Tabellenplatz 3 bei Punktgleichheit mit Weiße Dame Ulm 1 (Tabellenführer) und Neckartenzlingen 1.

 

Die Saison 2018/2019 hat für die 2. Mannschaft erfolgreich begonnen. Mit einem knappen, aber relativ sicheren 4,5 : 3,5 Sieg wurde der erste Schritt zum Klassenerhalt in der Verbandsliga gemacht. Allerdings sah es zunächst gar nicht so gut aus, als Hans-Michael Stiepan (Brett 3) plötzlich nach ca. einer halben Stunde Spielzeit bereits dem Gegner die Hand reichen musste, weil er in der Eröffnung eine Figur eingestellt hat.

Danach konnte unser Neuzugang, Johannes Büchele (Brett 5), seinem nominell stärkeren Gegner recht leicht ein Remis abtrotzen. Etwas später glich Emilian Hofer mit seinem Sieg an Brett 1 den Spielstand aus. Dabei hatte er einen Angriff des Gegners zu parieren, welcher mit einem Figurenopfer (für zwei Bauern am Königsflügel) darauf hoffte, den entblößten König niederzuringen. Doch Emilian zeigt eine tolle Verteidigungsleistung und ließ die Gefahr eines Mattnetzes gar nicht erst aufkommen.

Nachdem dann Achim Engelhart an Brett 2 ebenfalls einen Sieg erzielte, gingen wir in Führung und ließen uns diese auch nicht mehr nehmen. Zwar waren die Partien von Markus Eichhorn (Brett 7) und Patrick Bossinger (Brett 8) zwischenzeitlich etwas kritisch, aber beide konnten sie ihre Klasse beweisen und mit toller Verteidigung die Partien halten.

Auf einen weiteren vollen Punkt hofften alle Jedesheimer beim Fabrice Bacquele (Brett 3), der – seiner Spielweise typisch – einen fulminanten Angriff hinlegte und den Gegner überrennen wollte. Doch das Übersehen eines gegnerischen Schachs führte zur Zugwiederholung. Das war allerdings nicht tragisch, da Arnd Mayer (Brett 6) in vorteilhafter Stellung dem Gegner ein Remis aufzwang und damit den Mannschaftssieg sicher stellte.

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1,5 Brettpunkten vor dem Verfolger TG Biberach 2 musste heute in der zentralen Endrunde der Landesliga Oberschwaben in Ravensburg ein Sieg her. Aber nicht nur ein knapper Sieg, sondern ein deutlicher gegen SV Friedrichshafen 1. Friedrichshafen dagegen musste gewinnen, um noch möglicherweise den Klassenerhalt zu schaffen. Also konnte man davon ausgehen, dass der Gegner mit der Bestbesetzung antritt. Doch der 1. Punkt für uns war ein kampfloser Sieg an Brett 2, so dass Simon Heinrici viel Zeit hatte, bei den anderen 7 Brettern mitzufiebern.

Relativ rasch war auch Patrick Bossinger an Brett 6 fertig. Er fegte seine Gegnerin förmlich vom Brett. Zunächst zerschlug er die gegnerische Königstellung, um dann mit einem Qualitätsopfer in diese einzudringen und eine nicht parierbare Mattstellung zu erreichen. Dass diese Opfervariante nicht ganz korrekt war, wie später die Analyse zeigte, tat Patrick mit der Bemerkung ab, dass er halt ein bisschen Kaffeehausschach des 19. Jahrhunderts (a la Anderssen?) gespielt hat. Der Erfolg aber gab ihm Recht.

Dann tat sich eine ganze Weile nichts, bis sich an Brett 8 für unseren Dietmar Seitz ein Figurenverlust andeutete. Der Gegner wollte auch schon die entsprechende Variante wählen, entschied sich aber dann doch noch um und das zu Recht. Denn der Gegenschlag wäre verheerend gewesen. Daraufhin allerdings konnte Dietmar aktiv nach vorne spielen, so dass der Gegner immer größere Probleme bekam, seine Stellung zusammenzuhalten. Irgendwann war es dann soweit, dass nicht mehr alle Drohungen vom Gegner abgewehrt werden konnten und es stand 3:0 für uns.

Souverän spielte auch Markus Natter an Brett 5, der seinem Gegner bereits in der Eröffnung zwei Bauern abringen konnte. Aus einer sicheren Stellung heraus konnte er dann seinen Vorteil weiter ausbauen und schließlich das 4:0 festmachen. Ähnlich erging es auch Markus Eichhorn an Brett 7. Zwar musste er etwas härter kämpfen, um aus der Eröffnung Vorteile für das Mittelspiel erringen zu können. Aber mit einer sicheren Spielführung baute er seinen Vorteil stetig aus, was letztendlich zu einer 5:0-Führung führte.

Ein zwischenzeitlich erfolgtes Remisangebot an Fabrice Bacquele (Brett 1) wurde in Absprache mit dem Mannschaftsführer abgelehnt, da es ja auf jeden halben Punkt eventuell ankam. Und das war auch gut so, denn schon relativ bald darauf konnte Fabrice in sehr überzeugender Spielweise die Partie für sich entscheiden. Damit stand es 6:0 für uns und die Biberacher hatten ihrerseits zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Brettpunkte abgegeben, so dass wir schon Meister waren.

Damit konnten Peter Rudolf an Brett 4 und Arnd Mayer an Brett 3 beruhigt ihre Partien zu Ende spielen. Für Peter bedeutete das, seine vorteilhafte Stellung aus der Eröffnung heraus zu halten, da der Gegner einen Angriff erhielt, der Schlimmes befürchten ließ. Doch geschickt abgefangen, drehte Peter den Spieß um und erreichte noch einen ganzen Punkt durch einen nicht mehr abzuwehrenden Mattangriff. Lediglich Arnd konnte an dem heutigen Tag nicht überzeugen und musste nach zweimaligem Übersehen einer taktischen Drohung das Handtuch werfen. Aber bei einem Endergebnis von 7:1 kann man das verschmerzen.

Hurra, damit sind wir Meister in der Landesliga Oberschwaben des Jahre 2018.

Die Meister-Mannschaft: (v.l.nr.) Fabrice Bacquele, Patrick Bossinger, Markus Eichhorn, Bernhard Jehle, Dietmar Seitz vorne: Peter Rudolf, Simon Heinrici, Arnd Mayer

Jedesheim 2 mit Zuversicht vor der Partie gegen Lindau

Der vorletzte Mannschaftskampf der 2. Mannschaft in der Landesliga Oberschwaben gegen SC Lindau 1 war für Jedesheim 2 in dreifacher Hinsicht ein freudiges Ereignis. Zum einen haben wir einen schönen, ungefährdeten Mannschaftssieg (5,5 : 2,5 Punkten) errungen, zum anderen damit den Tabellenzweiten, eben Lindau, überholt. Und nicht nur das, wir sind sogar wieder auf Platz 1 der Tabelle gelandet, da der bisherige Tabellenführer TG Biberach 2 nur ein Mannschaftsremis in dieser 8. und vorletzten Runde der Spielsaison erreicht hat. Zwar sind wir nur punktgleich mit Biberach, dafür aber können wir 1,5 Brettpunkte mehr aufweisen. Wenn wir jetzt in der letzten Runde (15.4.2018) gewinnen, dann müsste Biberach schon sehr hoch gewinnen, um uns doch noch die Meisterschaft zu nehmen. Immerhin müssen sie gegen den Tabellenfünften Weiße Dame Ulm antreten, wir hingegen „nur“ gegen den Tabellenvorletzten SV Friedrichshafen. Aber gut, dieser Mannschaftskampf muss auch erst noch gewonnen werden.

Damit nun zur heutigen Spielbegegnung SC Lindau 1 gegen SV Jedesheim 2. In keiner Phase des Wettkampfes waren wir in Nöten. Relativ schnell erspielte sich Markus Eichhorn (Brett 6) ein Remis, nach nur etwa 2 Stunden. Dabei spielten sie bis zum Endspiel (Läufer und 6 Bauern gegen Springer und 6 Bauern), aber beide spielten eine Eröffnung, in der sie sich gut auskannten und die Partie fast im Schnellschachmodus herunterspielten. Bald darauf einigte sich auch Peter Rudolf (Brett 3) mit seinem Gegner auf Remis. Den ersten vollen Punkt steuerte dann Patrick Bossinger (Brett 5) bei. Er hatte sich gut vorbereitet und bekam tatsächlich die erwartete Eröffnung auf’s Brett, die er dann aus einem Guss spielte, so dass der Gegner kein Land sah. Gleich danach gingen wir sogar mit 3:1 in Führung, da Matthias Lerch (Brett 7) aus einer sicher gespielten Eröffnung heraus zum Angriff überging und den Gegner überspielte.

Es waren noch keine drei Stunden gespielt und schon hatten wir mit jeweils einem Remis von Bernhard Jehle (Brett 8) und Arnd Mayer (Brett 2) das Mannschaftsremis sicher. Dabei sah es zunächst sogar nach noch mehr aus, denn Bernhard war schon einen Bauern vorne, als er dann nach eigener Aussage eine Variante falsch abwickelte und dann selbst einen Bauern hinten war. Und auch an Brett 2 schien der sich immer stärker formierende Angriff aus Jedesheimer Sicht irgendwann einmal durchzudringen. Doch die gegnerische Mauer war dann letztendlich nicht zu durchbrechen und bei einsetzender Zeitnot einigte man sich auf Unentschieden.

Aus den letzten beiden noch laufenden Partien war klar, dass wir den Mannschaftssieg erringen werden, denn Alexander Langwieser (Brett 1) stand sehr vorteilhaft im Angriff und hatte bei aufkommender Zeitnot einige Minuten mehr auf der Uhr als sein Gegner. In schon sehr schwieriger Stellung machte dieser dann auch einen gravierenden Fehler, so dass er in Verluststellung die Zeit überschritt. Nun konnte Markus Natter (Brett 4), nach überstandener Zeitnot sogar noch Gewinnversuche unternehmen, da wir ohnehin schon mit 5 zu 2 führten. Doch das Bauernendspiel ließ keinen von beiden in die gegnerische Stellung eindringen und damit war der 6 Mannschaftssieg gesichert.

Spannend geht es nun in die letzte Runde dieser Saison 2017/2018 in Ravensburg, wo alle Mannschaften zusammenkommen. Wenn wir einigermaßen geschlossen auftreten können und keine großen Ausfälle erleiden müssen, dann ist die Meisterschaft in greifbarer Nähe.

Der 7. Spieltag in der Landesliga Oberschwaben brachte die 2. Mannschaft aus Langenau nach Illertissen und das in Bestbesetzung. Wir hingegen mussten ziemlich ersatzgeschwächt antreten. Dennoch wollten wir zwei Punkte holen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Meisterschaft immer noch in Reichweite ist. Schließlich trennt uns nur ein Pünktchen vom Tabellenführer und wenn dieser patzt, dann sind wir wieder vorne.

Mit dieser Vorstellung gingen wir in den Mannschaftskampf, auch wenn wir durch ein unbesetzt gelassenes Brett 1 schon mal mit -1 Brettpunkt starteten. Ein relativ schnelles Remis durch den gesundheitlich etwas angeschlagenen Peter Rudolf (Brett 4) spiegelte nicht den Verlauf des gesamten Wettkampfes wider, denn an den anderen Brettern wurde ziemlich hart gekämpft, zumeist bis ins Endspiel. Etwas überraschend war Arnd Mayer (Brett 2) als Zweiter mit seiner Partie fertig (ungewöhnlich, da sonst immer bei den Letzten) und glich den Punktestand zwischenzeitlich aus. Kurz darauf steuerte Michael Knuplesch (Brett 3) mit seiner sicheren Spielweise im Turm-Läufer-Endspiel ein Remis bei.

Nun ging es sozusagen in die 2. Phase des Wettkampfes, nach bereits etwa vier Stunden Spielzeit. An den letzten vier Brettern sollte es sich entscheiden, wer heute als Sieger hervorgeht. Und das war wieder einmal nicht nur spannend für die Spieler selbst, sondern auch für die bereits spielfreien Mannschaftsmitglieder und Zuschauer. Mitfühlend, mitkämpfend standen diese um die Bretter und fieberten den möglichen Gewinnvarianten oder Remismöglichkeiten entgegen. Just in dem Moment, wo man annehmen konnte, dass Matthias Lerch (Brett 7) in hochgradiger Zeitnot seine sehr schwierige Verteidigungsstellung halten und eventuell sogar mit Vorteil weiterspielen konnte, geriet er doch in eine Fesselung, die ihm die Dame kostete. Gleich darauf verlor Bernhard Jehle (Brett 8) die Übersicht und stellte eine Qualität ein. Dabei hat er mit großem Mut nach Vorne alles versucht, um den Gegner vom Brett zu fegen. Doch sein Gegner hielt dem Angriffsdruck stand und hatte dann sogar die Möglichkeit zu kontern, was die Partie letztendlich entschied.

Damit musste an den beiden letzten verbliebenden Brettern zwei Punkte her, wenn man nicht noch verlieren wollte. Doch beide Partien waren schwer zu gewinnen, da die Remisbreite sehr groß war. So kämpfte Markus Natter (Brett 5) in einer sehr ausgeglichenen Stellung, die nicht viele Möglichkeiten für einen Angriff zuließ. Dennoch versuchte er alles und ging sogar das Risiko ein, für den Preis einer aktiven Spielführung eventuell einen Bauern zu verlieren oder durch einen entfernten Freibauern noch in Bedrängnis zu geraten. Schließlich kam es dann doch bald zu einer Punkteteilung.

Beim Stand von 2,5 zu 4,5 wollte Patrick Bossinger (Brett 6) wenigstens noch für sich seine hart erkämpfte vorteilhafte Stellung mit einem Mehrbauern im Damenendspiel gewinnen, wenn schon der Mannschaftskampf verloren war. Aber Damenendspiele, auch wenn man einen Bauern mehr hat, sind sehr schwer zum Sieg zu führen, weil oftmals ein Dauerschach durch den Gegner droht. So war es auch hier und Patrick entschied sich, den Mehrbauern aufzugeben, um einen Damentausch herbeiführen zu können. Im reinen Bauernendspiel sollte dann ein Bauer zur Umwandlung in eine Dame frei gekämpft werden. Es sah auch zunächst günstig aus, da der gegnerische König weit entfernt vom eigentlichen Spielgeschehen war. Doch die Tücken der Opposition der Könige im Bauernendspiel ließen es nicht zu, dass Patrick den einzigen noch verblieben Bauern auf dem Brett zur Umwandlung bringen konnte. Er wurde durch den gegnerischen König und seinem eigenen Bauern regelrecht gefangen. Um da heraus zu gelangen, musste Patrick dem Gegner das Umwandlungsfeld geben, was gleichzeitig zum Remis führte.

Das für uns Bedauerliche an der aktuellen Situation in der Liga ist, dass der Tabellenführer Biberach 2 auch verloren hat. Bei einem Sieg heute, wären wir wieder an Biberach vorbeigezogen. So sind wir nach wie vor einen Punkt hinter der Tabellenspitze, die nun von Biberach und Lindau punktgleich angeführt wird. Andererseits kann man es aber auch so sehen, dass in den letzten 2 Runden immer noch alles möglich ist, so auch die Meisterschaft. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

Mit etwas Glück konnte die 2. Mannschaft in der Landesliga gegen Post SV Ulm mit 4,5 : 3,5 gewinnen. Einen schnellen und überzeugenden Sieg erspielte Markus Natter (Brett 5). Da mussten sich Partick Bossinger (Brett6) und Fabrice Bacquele (Brett 1) schon mehr anstrengen, um einen ganzen Punkt einzufahren. Patrick hatte es dabei mit dem Gegner Axel Stürmer zu tun, der bis dahin eine 100 %-ige Punkteausbeute aufwies. Und Fabrice spielte ambitioniert und konnte aus einer vermeintlichen Schwäche (isolierter Bauer im gegnerischen Lager)  Kapital schlagen.

Eigentlich sah alles danach aus, als wäre Michael Knuplesch (Brett 3) als erster fertig, denn sein Gegner spielte im Damengambit eine sehr schlechte Variante, was Michael bereits in der Eröffnung zwei Bauern am Damenflügel als Lohn einbrachte. Doch dann hat er den Faden verloren und geriet sogar noch in Bedrängnis. Letztendlich stellte sich dann wohl für beide Seiten ein schmeichelhaftes Remis ein.

Zwischenzeitlich erfolgte eine Niederlage von Markus Eichhorn (Brett 7), der, wie immer, aus der Eröffnung heraus solide stand, dann aber seinem Gegner einen Angriff erlaubte, dem er nichts entgegenzusetzen hatte. Und nach einem sicher erspielten Remis von Matthias Lerch (Brett 8) kam es zu einem unfassbaren Vorfall an Brett 2 (Arnd Mayer). Nachdem die Partie eigentlich schon verloren schien, erlaubte der Gegner eine Reihe von Schachs und dann kam das Unglaubliche. Anstatt mit Dh5+ und Dg5 in zwei Zügen Matt zu setzen, erfolgte h5+ und die Partie ging dann doch noch verloren. Das hätte den sicheren Mannschaftssieg bedeutet, so aber musste nun in der letzten noch laufenden Partie Fortuna herhalten.

Beim Stand von 4 : 3 für uns, hatte Peter Rudolf (Brett 4) im Endspiel eine Minusfigur und natürlich den Druck, noch ein Remis zum Mannschaftssieg zu schaffen. Also eine denkbar schlechte Ausgangssituation. Die Stellung war allerdings für Peter so günstig, dass die Mehrfigur für den Gegner einfach nicht zu einem Matt gereicht hat, was dieser gefühlte 100 Züge lang versuchte. Somit sind wir nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen und können nun weiter hoffen, dass sich der Tabellenführer Biberach 2, mit nur einem Punkt Vorsprung, noch einen Ausrutscher erlaubt.

 

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