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Arnd Mayer

Mit etwas Glück konnte die 2. Mannschaft in der Landesliga gegen Post SV Ulm mit 4,5 : 3,5 gewinnen. Einen schnellen und überzeugenden Sieg erspielte Markus Natter (Brett 5). Da mussten sich Partick Bossinger (Brett6) und Fabrice Bacquele (Brett 1) schon mehr anstrengen, um einen ganzen Punkt einzufahren. Patrick hatte es dabei mit dem Gegner Axel Stürmer zu tun, der bis dahin eine 100 %-ige Punkteausbeute aufwies. Und Fabrice spielte ambitioniert und konnte aus einer vermeintlichen Schwäche (isolierter Bauer im gegnerischen Lager)  Kapital schlagen.

Eigentlich sah alles danach aus, als wäre Michael Knuplesch (Brett 3) als erster fertig, denn sein Gegner spielte im Damengambit eine sehr schlechte Variante, was Michael bereits in der Eröffnung zwei Bauern am Damenflügel als Lohn einbrachte. Doch dann hat er den Faden verloren und geriet sogar noch in Bedrängnis. Letztendlich stellte sich dann wohl für beide Seiten ein schmeichelhaftes Remis ein.

Zwischenzeitlich erfolgte eine Niederlage von Markus Eichhorn (Brett 7), der, wie immer, aus der Eröffnung heraus solide stand, dann aber seinem Gegner einen Angriff erlaubte, dem er nichts entgegenzusetzen hatte. Und nach einem sicher erspielten Remis von Matthias Lerch (Brett 8) kam es zu einem unfassbaren Vorfall an Brett 2 (Arnd Mayer). Nachdem die Partie eigentlich schon verloren schien, erlaubte der Gegner eine Reihe von Schachs und dann kam das Unglaubliche. Anstatt mit Dh5+ und Dg5 in zwei Zügen Matt zu setzen, erfolgte h5+ und die Partie ging dann doch noch verloren. Das hätte den sicheren Mannschaftssieg bedeutet, so aber musste nun in der letzten noch laufenden Partie Fortuna herhalten.

Beim Stand von 4 : 3 für uns, hatte Peter Rudolf (Brett 4) im Endspiel eine Minusfigur und natürlich den Druck, noch ein Remis zum Mannschaftssieg zu schaffen. Also eine denkbar schlechte Ausgangssituation. Die Stellung war allerdings für Peter so günstig, dass die Mehrfigur für den Gegner einfach nicht zu einem Matt gereicht hat, was dieser gefühlte 100 Züge lang versuchte. Somit sind wir nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen und können nun weiter hoffen, dass sich der Tabellenführer Biberach 2, mit nur einem Punkt Vorsprung, noch einen Ausrutscher erlaubt.

 

 

In Bestbesetzung traten wir die 5. Runde der Landesliga Oberschwaben an und gingen davon aus, dass wir die Tabellenspitze verteidigen würden. Dem war leider nicht so. Nachdem an den Brettern 5 – 8 (Michael Knuplesch, Peter Rudolf, Patrick Bossinger und Markus Eichhorn) allesamt Remis spielten, hätten es unsere vorderen Spieler richten müssen, was nicht gelang.

Als erstes erwischte es Alexander Langwieser (Brett 3), der bereits aus der Eröffnung heraus mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, was sich letztendlich zu einem Qualitäts- und Bauernverlust ausweitete. Zwischenzeitlich konnte Arnd Mayer an Brett 4 den Ausgleich zwar herbeiführen, doch an den verbliebenen Brettern 1 und 2 wurde die Situation von Zug zu Zug immer hoffnungsloser. Dabei dachte man lange Zeit, dass an Brett 2 nicht mehr viel passieren kann, weil beide Seiten recht kompakt standen und ein Eindringen kaum möglich erschien. In großer Zeitnot allerdings konnte Simon Heinrici dann weder Bauernverlust noch das Vorrücken eines entstandenen gegnerischen Freibauerns verhindern.

Damit stand es 3 – 4 gegen uns und es lag nun allein an Fabrice Bacquele (Brett 1), wenigstens noch ein Mannschaftsremis zu erreichen. In einer hoch interessante Angriffspartie spielte Fabrice opferfreudig und konsequent auf den gegnerischen König. Doch sein Gegner (Daniel Müller) widerstand den Mattbestrebungen durch hervorragende aktive Verteidigung, die sich wirklich sehen lassen konnte. Letztendlich waren dann im Läuferendspiel, bei ungleichfarbigen Läufern die drei Bauern des Gegners nicht aufzuhalten.

Damit rutschen wir erstmals auf den 2. Tabellenplatz ab. In der kommenden 6. Runde haben wir es wieder mit einem sehr starken Gegner der Liga, dem Post SV Ulm, zu tun. Da wird sich’s zeigen, ob wir noch ein Wörtchen mitreden können, wenn es um die Meisterschaft geht.

Den Grundstein für den deutlichen 6,5 : 1,5 Sieg der 2. Mannschaft in der Landesliga Oberschwaben legten Michael Knuplesch (Brett 4) mit einem schnell herausgespielten Remis in einem ruhig verlaufenen angenommenen Damengambit und der Mister 100% Manfred Grosse (Brett 8). Er spielte als Ersatzspieler aus der 3. Mannschaft nun mehr dreimal und konnte in allen Partien in überzeugter Manier gewinnen. Leider darf er, laut Reglement, nicht noch einmal aushelfen.

Während die anderen Partien sich allmählich zu interessanten Stellungen entwickelten, ging es an Brett 1 schon aus der Eröffnung kräftig zur Sache. Dort kam es zu einem Theorie-Duell in einem Damenbauernspiel mit Qualitätsopfer für einen Bauern und der Einsperrung der gegnerischen Dame aus der Sicht von Fabrice Bacquele. Letztendlich waren sich wohl beide nicht mehr so sicher, wie der weitere Partieverlauf einzuschätzen war und einigten sich auf Remis.

Bald darauf konnte auch Patrick Bossinger seinem Gegner, der einen Mehrbauern besaß, verständlich machen, dass er mit mehr als einem Remis nicht zu rechnen hat. Schließlich spielte Patrick schon aus der Königsindischen Eröffnung heraus frech und opferte einen Bauern, was beim Gegner scheinbar Eindruck machte.

Nun musste noch ein Pünktchen her, damit der Mannschaftssieg gesichert ist und dafür sorgte Markus Eichhorn (Brett 7) mit einem nie gefährdeten, sehr soliden Spiel. Zwar versuchte der Gegner im Endspiel, bereits mit einer Minusfigur, aber mit Bauernmajoritätsangriff am Königsflügel, noch das Blatt wenden zu können, doch mit ruhigem, kontrolliertem Abwehrspiel ließ Markus nichts mehr anbrennen.

Peter Rudolf (Brett 5) hatte dann noch eine sehenswerte, wenn auch mit kleinen Fehlern versehene, Partie. Mit einer Minusqualität nutzte er die offene Königsstellung seines Gegenüber aus, setzte seine Figuren so geschickt gegen diesen König, dass der Gegner bald keinen vernünftigen Zug mehr hatte und schließlich die Segel streichen musste.

So konnten Simon Heinrici (Brett 2) und Arnd Mayer (Brett 3), die zwar jeweils im Mittelspiel einen Bauern gewinnen konnten, aber sonst ein ruhiges, wenig nervenaufreibendes Spiel hatten, ihren Sieg im Endspiel einfahren. Beide haben, bei zwei Einsätzen, auch noch eine weiße Weste.

Damit konnten wir nach 4 Runden mit 8:0 Punkten den Tabellenplatz 1 behaupten, insbesondere weil der direkte Verfolger Biberach einen Punkt gegen Post SV Ulm abgab. Aber gerade diese beiden Mannschaften haben wir in den nächsten Runden als Gegner. Da wird es sich zeigen, wie stark wir tatsächlich sind.

Mit einem knappen Sieg (4,5-3,5) über Mengen 1 konnte sich die 2. Mannschaft nach 3 Runden an der Tabellenspitze der Landesliga Oberschwaben behaupten. Nach einem frühen Remis von Matthias Lerch (Brett 6) und einem ebenso schnellen Verlust von Markus Jeckle (8) konnte Mirjam Zell (7) und Peter Rudolf (2) mit jeweils einem Remis wertvolle Punkte zum Gesamterfolg beitragen. Als dann Arnd Mayer (1) die zu optimistische Spielweise des Gegners zu einem Sieg nutzen konnte und auch Manfred Grosse seine sehenswerte Angriffspartie gewann, stand es zwischenzeitlich 3,5 – 2,5 für uns. In dieser Situation nahm der Gegner von Patrick Bossinger überraschend ein Remisangebot an, wobei dieser klar besser stand. Mit 4 – 3 hieß es nun für Markus Eichhorn wenigstens ein Unentschieden zu schaffen. Und die Stellung, die leicht vorteilhaft für Markus war, ließ dies erhoffen. Doch der weitere Partieverlauf wurde immer unklarer und der Grad der Nervosität stieg und das nicht nur bei beiden Spielern. Schließlich passierte das, was gerne nach einer langen Partie der Fall ist, anstatt eines Gewinnzuges machte Markus einen Verlustzug, was zwei Minusbauern nach sich zog. Kaum einer hätte noch etwas für ein Remis in dieser Partie gegeben, doch mit zunehmender Zeitnot konnte Markus wieder seine Klasse beweisen und mit einem Dauerschach das Remis erzielen. Nichts für schwache Nerven, dieser Mannschaftskampf.

Oberliga: Weiler im Allgäu – Jedesheim 1  4,5:3,5
Mit einem 3,5 : 4,5 musste die 1. Mannschaft in die Saison gehen. Der Gegner konnte allerdings auch zwei Großmeister und drei internationale Meister an den ersten fünf Brettern aufbieten. Somit ist die Leistung unserer 1. Mannschaft gar nicht so schlecht einzustufen.
Im Einzelnen kann man das Remis an Brett 2 von Mark Heidenfeld gegen GM Plat Vojtech (Elo 2539!) hervorheben, aber auch der Sieg für die Jedesheimer von Dimitriy Anistratov an Brett 3, der gegen Thomas Henrichs, IM mit Elo 2482, einen Glanzpunkt setzen konnte. Und Hans-Michael Stiepan bewies wieder einmal, wie schon in der vergangenen Saison, dass er ein zuverlässiger Punktelieferant für die Mannschaft ist.
Diese Mannschaftsleistung lässt uns hoffnungsfroh in die Zukunft sehen.

Landesliga: Jedesheim 2 – WD Ulm 2  7:1
Mit einem von Anfang an ungefährdeten Sieg startete die 2. Mannschaft in die Saison. Dass es gleich ein 7:1 Resultat werden würde, war vielleicht im Vorfeld nicht zu erwarten, aber der Spielverlauf, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Partien, zeigte die klare Dominanz unserer Spieler. So gelang z. B. Fabrice Bacquele, unserem Neuzugang an Brett 1, ein mit einem Qualitätsopfer versehener Gewinn, nachdem er die äußerst seltene Eröffnung „1. g2-g4“ seines Gegners parierte. Neben weiteren solide geführten und gewonnenen bzw. remisierten Partien zeigten Manfred Grosse und Bernhard Jehle, wie man nicht stellungsgerechte Züge des Gegners zu überzeugenden Angriffspartien ausnutzen kann. Weitere Punkte zum hohen Sieg steuerten Simon Heinrici (Brett 2), Alexander Langwieser (Brett 3) und Patrick Bossinger (Brett 4) bei. Markus Eichhorn (Brett 5) und Dietmar Seitz (Brett 8) spielten Remis.
Am 15. Oktober geht es dann zum Aufsteiger nach Obersulmetingen, wo wir hoffentlich an diese überzeugende Leistung anknüpfen können.

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