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Arnd Mayer

Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 1,5 Brettpunkten vor dem Verfolger TG Biberach 2 musste heute in der zentralen Endrunde der Landesliga Oberschwaben in Ravensburg ein Sieg her. Aber nicht nur ein knapper Sieg, sondern ein deutlicher gegen SV Friedrichshafen 1. Friedrichshafen dagegen musste gewinnen, um noch möglicherweise den Klassenerhalt zu schaffen. Also konnte man davon ausgehen, dass der Gegner mit der Bestbesetzung antritt. Doch der 1. Punkt für uns war ein kampfloser Sieg an Brett 2, so dass Simon Heinrici viel Zeit hatte, bei den anderen 7 Brettern mitzufiebern.

Relativ rasch war auch Patrick Bossinger an Brett 6 fertig. Er fegte seine Gegnerin förmlich vom Brett. Zunächst zerschlug er die gegnerische Königstellung, um dann mit einem Qualitätsopfer in diese einzudringen und eine nicht parierbare Mattstellung zu erreichen. Dass diese Opfervariante nicht ganz korrekt war, wie später die Analyse zeigte, tat Patrick mit der Bemerkung ab, dass er halt ein bisschen Kaffeehausschach des 19. Jahrhunderts (a la Anderssen?) gespielt hat. Der Erfolg aber gab ihm Recht.

Dann tat sich eine ganze Weile nichts, bis sich an Brett 8 für unseren Dietmar Seitz ein Figurenverlust andeutete. Der Gegner wollte auch schon die entsprechende Variante wählen, entschied sich aber dann doch noch um und das zu Recht. Denn der Gegenschlag wäre verheerend gewesen. Daraufhin allerdings konnte Dietmar aktiv nach vorne spielen, so dass der Gegner immer größere Probleme bekam, seine Stellung zusammenzuhalten. Irgendwann war es dann soweit, dass nicht mehr alle Drohungen vom Gegner abgewehrt werden konnten und es stand 3:0 für uns.

Souverän spielte auch Markus Natter an Brett 5, der seinem Gegner bereits in der Eröffnung zwei Bauern abringen konnte. Aus einer sicheren Stellung heraus konnte er dann seinen Vorteil weiter ausbauen und schließlich das 4:0 festmachen. Ähnlich erging es auch Markus Eichhorn an Brett 7. Zwar musste er etwas härter kämpfen, um aus der Eröffnung Vorteile für das Mittelspiel erringen zu können. Aber mit einer sicheren Spielführung baute er seinen Vorteil stetig aus, was letztendlich zu einer 5:0-Führung führte.

Ein zwischenzeitlich erfolgtes Remisangebot an Fabrice Bacquele (Brett 1) wurde in Absprache mit dem Mannschaftsführer abgelehnt, da es ja auf jeden halben Punkt eventuell ankam. Und das war auch gut so, denn schon relativ bald darauf konnte Fabrice in sehr überzeugender Spielweise die Partie für sich entscheiden. Damit stand es 6:0 für uns und die Biberacher hatten ihrerseits zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Brettpunkte abgegeben, so dass wir schon Meister waren.

Damit konnten Peter Rudolf an Brett 4 und Arnd Mayer an Brett 3 beruhigt ihre Partien zu Ende spielen. Für Peter bedeutete das, seine vorteilhafte Stellung aus der Eröffnung heraus zu halten, da der Gegner einen Angriff erhielt, der Schlimmes befürchten ließ. Doch geschickt abgefangen, drehte Peter den Spieß um und erreichte noch einen ganzen Punkt durch einen nicht mehr abzuwehrenden Mattangriff. Lediglich Arnd konnte an dem heutigen Tag nicht überzeugen und musste nach zweimaligem Übersehen einer taktischen Drohung das Handtuch werfen. Aber bei einem Endergebnis von 7:1 kann man das verschmerzen.

Hurra, damit sind wir Meister in der Landesliga Oberschwaben des Jahre 2018.

Die Meister-Mannschaft: (v.l.nr.) Fabrice Bacquele, Patrick Bossinger, Markus Eichhorn, Bernhard Jehle, Dietmar Seitz vorne: Peter Rudolf, Simon Heinrici, Arnd Mayer

Jedesheim 2 mit Zuversicht vor der Partie gegen Lindau

Der vorletzte Mannschaftskampf der 2. Mannschaft in der Landesliga Oberschwaben gegen SC Lindau 1 war für Jedesheim 2 in dreifacher Hinsicht ein freudiges Ereignis. Zum einen haben wir einen schönen, ungefährdeten Mannschaftssieg (5,5 : 2,5 Punkten) errungen, zum anderen damit den Tabellenzweiten, eben Lindau, überholt. Und nicht nur das, wir sind sogar wieder auf Platz 1 der Tabelle gelandet, da der bisherige Tabellenführer TG Biberach 2 nur ein Mannschaftsremis in dieser 8. und vorletzten Runde der Spielsaison erreicht hat. Zwar sind wir nur punktgleich mit Biberach, dafür aber können wir 1,5 Brettpunkte mehr aufweisen. Wenn wir jetzt in der letzten Runde (15.4.2018) gewinnen, dann müsste Biberach schon sehr hoch gewinnen, um uns doch noch die Meisterschaft zu nehmen. Immerhin müssen sie gegen den Tabellenfünften Weiße Dame Ulm antreten, wir hingegen „nur“ gegen den Tabellenvorletzten SV Friedrichshafen. Aber gut, dieser Mannschaftskampf muss auch erst noch gewonnen werden.

Damit nun zur heutigen Spielbegegnung SC Lindau 1 gegen SV Jedesheim 2. In keiner Phase des Wettkampfes waren wir in Nöten. Relativ schnell erspielte sich Markus Eichhorn (Brett 6) ein Remis, nach nur etwa 2 Stunden. Dabei spielten sie bis zum Endspiel (Läufer und 6 Bauern gegen Springer und 6 Bauern), aber beide spielten eine Eröffnung, in der sie sich gut auskannten und die Partie fast im Schnellschachmodus herunterspielten. Bald darauf einigte sich auch Peter Rudolf (Brett 3) mit seinem Gegner auf Remis. Den ersten vollen Punkt steuerte dann Patrick Bossinger (Brett 5) bei. Er hatte sich gut vorbereitet und bekam tatsächlich die erwartete Eröffnung auf’s Brett, die er dann aus einem Guss spielte, so dass der Gegner kein Land sah. Gleich danach gingen wir sogar mit 3:1 in Führung, da Matthias Lerch (Brett 7) aus einer sicher gespielten Eröffnung heraus zum Angriff überging und den Gegner überspielte.

Es waren noch keine drei Stunden gespielt und schon hatten wir mit jeweils einem Remis von Bernhard Jehle (Brett 8) und Arnd Mayer (Brett 2) das Mannschaftsremis sicher. Dabei sah es zunächst sogar nach noch mehr aus, denn Bernhard war schon einen Bauern vorne, als er dann nach eigener Aussage eine Variante falsch abwickelte und dann selbst einen Bauern hinten war. Und auch an Brett 2 schien der sich immer stärker formierende Angriff aus Jedesheimer Sicht irgendwann einmal durchzudringen. Doch die gegnerische Mauer war dann letztendlich nicht zu durchbrechen und bei einsetzender Zeitnot einigte man sich auf Unentschieden.

Aus den letzten beiden noch laufenden Partien war klar, dass wir den Mannschaftssieg erringen werden, denn Alexander Langwieser (Brett 1) stand sehr vorteilhaft im Angriff und hatte bei aufkommender Zeitnot einige Minuten mehr auf der Uhr als sein Gegner. In schon sehr schwieriger Stellung machte dieser dann auch einen gravierenden Fehler, so dass er in Verluststellung die Zeit überschritt. Nun konnte Markus Natter (Brett 4), nach überstandener Zeitnot sogar noch Gewinnversuche unternehmen, da wir ohnehin schon mit 5 zu 2 führten. Doch das Bauernendspiel ließ keinen von beiden in die gegnerische Stellung eindringen und damit war der 6 Mannschaftssieg gesichert.

Spannend geht es nun in die letzte Runde dieser Saison 2017/2018 in Ravensburg, wo alle Mannschaften zusammenkommen. Wenn wir einigermaßen geschlossen auftreten können und keine großen Ausfälle erleiden müssen, dann ist die Meisterschaft in greifbarer Nähe.

Der 7. Spieltag in der Landesliga Oberschwaben brachte die 2. Mannschaft aus Langenau nach Illertissen und das in Bestbesetzung. Wir hingegen mussten ziemlich ersatzgeschwächt antreten. Dennoch wollten wir zwei Punkte holen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Meisterschaft immer noch in Reichweite ist. Schließlich trennt uns nur ein Pünktchen vom Tabellenführer und wenn dieser patzt, dann sind wir wieder vorne.

Mit dieser Vorstellung gingen wir in den Mannschaftskampf, auch wenn wir durch ein unbesetzt gelassenes Brett 1 schon mal mit -1 Brettpunkt starteten. Ein relativ schnelles Remis durch den gesundheitlich etwas angeschlagenen Peter Rudolf (Brett 4) spiegelte nicht den Verlauf des gesamten Wettkampfes wider, denn an den anderen Brettern wurde ziemlich hart gekämpft, zumeist bis ins Endspiel. Etwas überraschend war Arnd Mayer (Brett 2) als Zweiter mit seiner Partie fertig (ungewöhnlich, da sonst immer bei den Letzten) und glich den Punktestand zwischenzeitlich aus. Kurz darauf steuerte Michael Knuplesch (Brett 3) mit seiner sicheren Spielweise im Turm-Läufer-Endspiel ein Remis bei.

Nun ging es sozusagen in die 2. Phase des Wettkampfes, nach bereits etwa vier Stunden Spielzeit. An den letzten vier Brettern sollte es sich entscheiden, wer heute als Sieger hervorgeht. Und das war wieder einmal nicht nur spannend für die Spieler selbst, sondern auch für die bereits spielfreien Mannschaftsmitglieder und Zuschauer. Mitfühlend, mitkämpfend standen diese um die Bretter und fieberten den möglichen Gewinnvarianten oder Remismöglichkeiten entgegen. Just in dem Moment, wo man annehmen konnte, dass Matthias Lerch (Brett 7) in hochgradiger Zeitnot seine sehr schwierige Verteidigungsstellung halten und eventuell sogar mit Vorteil weiterspielen konnte, geriet er doch in eine Fesselung, die ihm die Dame kostete. Gleich darauf verlor Bernhard Jehle (Brett 8) die Übersicht und stellte eine Qualität ein. Dabei hat er mit großem Mut nach Vorne alles versucht, um den Gegner vom Brett zu fegen. Doch sein Gegner hielt dem Angriffsdruck stand und hatte dann sogar die Möglichkeit zu kontern, was die Partie letztendlich entschied.

Damit musste an den beiden letzten verbliebenden Brettern zwei Punkte her, wenn man nicht noch verlieren wollte. Doch beide Partien waren schwer zu gewinnen, da die Remisbreite sehr groß war. So kämpfte Markus Natter (Brett 5) in einer sehr ausgeglichenen Stellung, die nicht viele Möglichkeiten für einen Angriff zuließ. Dennoch versuchte er alles und ging sogar das Risiko ein, für den Preis einer aktiven Spielführung eventuell einen Bauern zu verlieren oder durch einen entfernten Freibauern noch in Bedrängnis zu geraten. Schließlich kam es dann doch bald zu einer Punkteteilung.

Beim Stand von 2,5 zu 4,5 wollte Patrick Bossinger (Brett 6) wenigstens noch für sich seine hart erkämpfte vorteilhafte Stellung mit einem Mehrbauern im Damenendspiel gewinnen, wenn schon der Mannschaftskampf verloren war. Aber Damenendspiele, auch wenn man einen Bauern mehr hat, sind sehr schwer zum Sieg zu führen, weil oftmals ein Dauerschach durch den Gegner droht. So war es auch hier und Patrick entschied sich, den Mehrbauern aufzugeben, um einen Damentausch herbeiführen zu können. Im reinen Bauernendspiel sollte dann ein Bauer zur Umwandlung in eine Dame frei gekämpft werden. Es sah auch zunächst günstig aus, da der gegnerische König weit entfernt vom eigentlichen Spielgeschehen war. Doch die Tücken der Opposition der Könige im Bauernendspiel ließen es nicht zu, dass Patrick den einzigen noch verblieben Bauern auf dem Brett zur Umwandlung bringen konnte. Er wurde durch den gegnerischen König und seinem eigenen Bauern regelrecht gefangen. Um da heraus zu gelangen, musste Patrick dem Gegner das Umwandlungsfeld geben, was gleichzeitig zum Remis führte.

Das für uns Bedauerliche an der aktuellen Situation in der Liga ist, dass der Tabellenführer Biberach 2 auch verloren hat. Bei einem Sieg heute, wären wir wieder an Biberach vorbeigezogen. So sind wir nach wie vor einen Punkt hinter der Tabellenspitze, die nun von Biberach und Lindau punktgleich angeführt wird. Andererseits kann man es aber auch so sehen, dass in den letzten 2 Runden immer noch alles möglich ist, so auch die Meisterschaft. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

Mit etwas Glück konnte die 2. Mannschaft in der Landesliga gegen Post SV Ulm mit 4,5 : 3,5 gewinnen. Einen schnellen und überzeugenden Sieg erspielte Markus Natter (Brett 5). Da mussten sich Partick Bossinger (Brett6) und Fabrice Bacquele (Brett 1) schon mehr anstrengen, um einen ganzen Punkt einzufahren. Patrick hatte es dabei mit dem Gegner Axel Stürmer zu tun, der bis dahin eine 100 %-ige Punkteausbeute aufwies. Und Fabrice spielte ambitioniert und konnte aus einer vermeintlichen Schwäche (isolierter Bauer im gegnerischen Lager)  Kapital schlagen.

Eigentlich sah alles danach aus, als wäre Michael Knuplesch (Brett 3) als erster fertig, denn sein Gegner spielte im Damengambit eine sehr schlechte Variante, was Michael bereits in der Eröffnung zwei Bauern am Damenflügel als Lohn einbrachte. Doch dann hat er den Faden verloren und geriet sogar noch in Bedrängnis. Letztendlich stellte sich dann wohl für beide Seiten ein schmeichelhaftes Remis ein.

Zwischenzeitlich erfolgte eine Niederlage von Markus Eichhorn (Brett 7), der, wie immer, aus der Eröffnung heraus solide stand, dann aber seinem Gegner einen Angriff erlaubte, dem er nichts entgegenzusetzen hatte. Und nach einem sicher erspielten Remis von Matthias Lerch (Brett 8) kam es zu einem unfassbaren Vorfall an Brett 2 (Arnd Mayer). Nachdem die Partie eigentlich schon verloren schien, erlaubte der Gegner eine Reihe von Schachs und dann kam das Unglaubliche. Anstatt mit Dh5+ und Dg5 in zwei Zügen Matt zu setzen, erfolgte h5+ und die Partie ging dann doch noch verloren. Das hätte den sicheren Mannschaftssieg bedeutet, so aber musste nun in der letzten noch laufenden Partie Fortuna herhalten.

Beim Stand von 4 : 3 für uns, hatte Peter Rudolf (Brett 4) im Endspiel eine Minusfigur und natürlich den Druck, noch ein Remis zum Mannschaftssieg zu schaffen. Also eine denkbar schlechte Ausgangssituation. Die Stellung war allerdings für Peter so günstig, dass die Mehrfigur für den Gegner einfach nicht zu einem Matt gereicht hat, was dieser gefühlte 100 Züge lang versuchte. Somit sind wir nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen und können nun weiter hoffen, dass sich der Tabellenführer Biberach 2, mit nur einem Punkt Vorsprung, noch einen Ausrutscher erlaubt.

 

In Bestbesetzung traten wir die 5. Runde der Landesliga Oberschwaben an und gingen davon aus, dass wir die Tabellenspitze verteidigen würden. Dem war leider nicht so. Nachdem an den Brettern 5 – 8 (Michael Knuplesch, Peter Rudolf, Patrick Bossinger und Markus Eichhorn) allesamt Remis spielten, hätten es unsere vorderen Spieler richten müssen, was nicht gelang.

Als erstes erwischte es Alexander Langwieser (Brett 3), der bereits aus der Eröffnung heraus mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, was sich letztendlich zu einem Qualitäts- und Bauernverlust ausweitete. Zwischenzeitlich konnte Arnd Mayer an Brett 4 den Ausgleich zwar herbeiführen, doch an den verbliebenen Brettern 1 und 2 wurde die Situation von Zug zu Zug immer hoffnungsloser. Dabei dachte man lange Zeit, dass an Brett 2 nicht mehr viel passieren kann, weil beide Seiten recht kompakt standen und ein Eindringen kaum möglich erschien. In großer Zeitnot allerdings konnte Simon Heinrici dann weder Bauernverlust noch das Vorrücken eines entstandenen gegnerischen Freibauerns verhindern.

Damit stand es 3 – 4 gegen uns und es lag nun allein an Fabrice Bacquele (Brett 1), wenigstens noch ein Mannschaftsremis zu erreichen. In einer hoch interessante Angriffspartie spielte Fabrice opferfreudig und konsequent auf den gegnerischen König. Doch sein Gegner (Daniel Müller) widerstand den Mattbestrebungen durch hervorragende aktive Verteidigung, die sich wirklich sehen lassen konnte. Letztendlich waren dann im Läuferendspiel, bei ungleichfarbigen Läufern die drei Bauern des Gegners nicht aufzuhalten.

Damit rutschen wir erstmals auf den 2. Tabellenplatz ab. In der kommenden 6. Runde haben wir es wieder mit einem sehr starken Gegner der Liga, dem Post SV Ulm, zu tun. Da wird sich’s zeigen, ob wir noch ein Wörtchen mitreden können, wenn es um die Meisterschaft geht.

Den Grundstein für den deutlichen 6,5 : 1,5 Sieg der 2. Mannschaft in der Landesliga Oberschwaben legten Michael Knuplesch (Brett 4) mit einem schnell herausgespielten Remis in einem ruhig verlaufenen angenommenen Damengambit und der Mister 100% Manfred Grosse (Brett 8). Er spielte als Ersatzspieler aus der 3. Mannschaft nun mehr dreimal und konnte in allen Partien in überzeugter Manier gewinnen. Leider darf er, laut Reglement, nicht noch einmal aushelfen.

Während die anderen Partien sich allmählich zu interessanten Stellungen entwickelten, ging es an Brett 1 schon aus der Eröffnung kräftig zur Sache. Dort kam es zu einem Theorie-Duell in einem Damenbauernspiel mit Qualitätsopfer für einen Bauern und der Einsperrung der gegnerischen Dame aus der Sicht von Fabrice Bacquele. Letztendlich waren sich wohl beide nicht mehr so sicher, wie der weitere Partieverlauf einzuschätzen war und einigten sich auf Remis.

Bald darauf konnte auch Patrick Bossinger seinem Gegner, der einen Mehrbauern besaß, verständlich machen, dass er mit mehr als einem Remis nicht zu rechnen hat. Schließlich spielte Patrick schon aus der Königsindischen Eröffnung heraus frech und opferte einen Bauern, was beim Gegner scheinbar Eindruck machte.

Nun musste noch ein Pünktchen her, damit der Mannschaftssieg gesichert ist und dafür sorgte Markus Eichhorn (Brett 7) mit einem nie gefährdeten, sehr soliden Spiel. Zwar versuchte der Gegner im Endspiel, bereits mit einer Minusfigur, aber mit Bauernmajoritätsangriff am Königsflügel, noch das Blatt wenden zu können, doch mit ruhigem, kontrolliertem Abwehrspiel ließ Markus nichts mehr anbrennen.

Peter Rudolf (Brett 5) hatte dann noch eine sehenswerte, wenn auch mit kleinen Fehlern versehene, Partie. Mit einer Minusqualität nutzte er die offene Königsstellung seines Gegenüber aus, setzte seine Figuren so geschickt gegen diesen König, dass der Gegner bald keinen vernünftigen Zug mehr hatte und schließlich die Segel streichen musste.

So konnten Simon Heinrici (Brett 2) und Arnd Mayer (Brett 3), die zwar jeweils im Mittelspiel einen Bauern gewinnen konnten, aber sonst ein ruhiges, wenig nervenaufreibendes Spiel hatten, ihren Sieg im Endspiel einfahren. Beide haben, bei zwei Einsätzen, auch noch eine weiße Weste.

Damit konnten wir nach 4 Runden mit 8:0 Punkten den Tabellenplatz 1 behaupten, insbesondere weil der direkte Verfolger Biberach einen Punkt gegen Post SV Ulm abgab. Aber gerade diese beiden Mannschaften haben wir in den nächsten Runden als Gegner. Da wird es sich zeigen, wie stark wir tatsächlich sind.

Mit einem knappen Sieg (4,5-3,5) über Mengen 1 konnte sich die 2. Mannschaft nach 3 Runden an der Tabellenspitze der Landesliga Oberschwaben behaupten. Nach einem frühen Remis von Matthias Lerch (Brett 6) und einem ebenso schnellen Verlust von Markus Jeckle (8) konnte Mirjam Zell (7) und Peter Rudolf (2) mit jeweils einem Remis wertvolle Punkte zum Gesamterfolg beitragen. Als dann Arnd Mayer (1) die zu optimistische Spielweise des Gegners zu einem Sieg nutzen konnte und auch Manfred Grosse seine sehenswerte Angriffspartie gewann, stand es zwischenzeitlich 3,5 – 2,5 für uns. In dieser Situation nahm der Gegner von Patrick Bossinger überraschend ein Remisangebot an, wobei dieser klar besser stand. Mit 4 – 3 hieß es nun für Markus Eichhorn wenigstens ein Unentschieden zu schaffen. Und die Stellung, die leicht vorteilhaft für Markus war, ließ dies erhoffen. Doch der weitere Partieverlauf wurde immer unklarer und der Grad der Nervosität stieg und das nicht nur bei beiden Spielern. Schließlich passierte das, was gerne nach einer langen Partie der Fall ist, anstatt eines Gewinnzuges machte Markus einen Verlustzug, was zwei Minusbauern nach sich zog. Kaum einer hätte noch etwas für ein Remis in dieser Partie gegeben, doch mit zunehmender Zeitnot konnte Markus wieder seine Klasse beweisen und mit einem Dauerschach das Remis erzielen. Nichts für schwache Nerven, dieser Mannschaftskampf.

Oberliga: Weiler im Allgäu – Jedesheim 1  4,5:3,5
Mit einem 3,5 : 4,5 musste die 1. Mannschaft in die Saison gehen. Der Gegner konnte allerdings auch zwei Großmeister und drei internationale Meister an den ersten fünf Brettern aufbieten. Somit ist die Leistung unserer 1. Mannschaft gar nicht so schlecht einzustufen.
Im Einzelnen kann man das Remis an Brett 2 von Mark Heidenfeld gegen GM Plat Vojtech (Elo 2539!) hervorheben, aber auch der Sieg für die Jedesheimer von Dimitriy Anistratov an Brett 3, der gegen Thomas Henrichs, IM mit Elo 2482, einen Glanzpunkt setzen konnte. Und Hans-Michael Stiepan bewies wieder einmal, wie schon in der vergangenen Saison, dass er ein zuverlässiger Punktelieferant für die Mannschaft ist.
Diese Mannschaftsleistung lässt uns hoffnungsfroh in die Zukunft sehen.

Landesliga: Jedesheim 2 – WD Ulm 2  7:1
Mit einem von Anfang an ungefährdeten Sieg startete die 2. Mannschaft in die Saison. Dass es gleich ein 7:1 Resultat werden würde, war vielleicht im Vorfeld nicht zu erwarten, aber der Spielverlauf, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Partien, zeigte die klare Dominanz unserer Spieler. So gelang z. B. Fabrice Bacquele, unserem Neuzugang an Brett 1, ein mit einem Qualitätsopfer versehener Gewinn, nachdem er die äußerst seltene Eröffnung „1. g2-g4“ seines Gegners parierte. Neben weiteren solide geführten und gewonnenen bzw. remisierten Partien zeigten Manfred Grosse und Bernhard Jehle, wie man nicht stellungsgerechte Züge des Gegners zu überzeugenden Angriffspartien ausnutzen kann. Weitere Punkte zum hohen Sieg steuerten Simon Heinrici (Brett 2), Alexander Langwieser (Brett 3) und Patrick Bossinger (Brett 4) bei. Markus Eichhorn (Brett 5) und Dietmar Seitz (Brett 8) spielten Remis.
Am 15. Oktober geht es dann zum Aufsteiger nach Obersulmetingen, wo wir hoffentlich an diese überzeugende Leistung anknüpfen können.

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