Stadtmeisterschaft 2019

Anmeldung

Veranstaltungen

  1. C-Klasse Jedesheim 6

    Januar 27 @ 09:00 - 14:00
  2. Landesliga Jedesheim 3

    Januar 27 @ 10:00 - 15:00
  3. 2. Bundesliga: Jedesheim 1

    Februar 2 @ 10:00 - Februar 3 @ 16:00
  4. Vereinsabend: Monats-Schnellschach

    Februar 8 @ 19:30 - 23:00
  5. Verbandsliga Jedesheim 2

    Februar 10 @ 10:00 - 15:00

Schachaufgabe

Wir stellen uns vor

Schach im Cafe am Markt

Konzert 2016

Weihnachts-Blitz 2016

Chess meets Jazz

Jugendturnier 2015

Jugendturnier

Schach in der Schranne

Blitzschach – Ein Duell

Mit 19 Spielern ist die 16. Illertisser Stadtmeisterschaft 2019 gestartet – das ist ein leichter Rückgang zum Vorjahr, aber vielleicht hat ja jemand noch Lust mit zu spielen. In jedem Fall kann am kommenden Freitag noch eine Nachholrunde gespielt werden.

In der 1. Runde gab es keine Überraschungen. Die höher eingestuften Spieler konnte sich schlußendlich alle  durchsetzen.
Rolf Geiger hat ein kurzes Video über die Eröffnungsrunde zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen.

Die 2. Runde findet am Freitag, den 1. Februar statt.

 

Ergebnisse der 1. Runde und Teilnehmer:

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In der 6. Runde der Verbandliga Süd war die 1. Mannschaft vom TSV Langenau zu Gast. Beide Mannschaften waren gut aufgestellt und so erwarteten wir einen langen und ausgeglichenen Wettkampf. Doch bereits nach ca. 10 Minuten führten die Gäste mit 1:0. An Brett 4 verlor Johannes Büchele durch einen unglücklichen Zug eine Figur und musste sofort aufgeben.

Doch bald konnten wir wieder aufatmen: Hans-Michael Stiepan (Brett 2) gewann durch einen Einsteller seines Gegners eine Figur und somit ebenfalls rasch die Partie. Hans-Michael stellte sich vernünftig hin und stand leicht besser. Danach konnte er mit einem Damenopfer und Abzugsschach eine Figur gewinnen.
Daraufhin nahm Fabrice Bacquele das Remisangebot seines Gegners an. Nach interessanter Eröffnung wurden an Brett 3 die Punkte geteilt.
Optisch wohl ein wenig schlechter stehend, bot Achim Engelhart (Brett 1) seinem Gegner ebenfalls Remis an, welches er akzeptierte.

Kurz danach spielte Patrick Bossinger (Brett 8) auch Unentschieden. Nach durchwachsener Eröffnungsphase gab Patrick eine Qualität (Springer + Bauer gegen Turm). Außerdem verlor der Gegner das Rochaderecht und der Turm war auf h8 eingesperrt. Nachdem sein Gegner die Entwicklung vernachlässigte und Patrick den richtigen Angriffszug spielte, bot er Remis an! Danach sah er erst, wie gut er bereits stand. Der Gegner nahm das Remisangebot an.

Nun gab es wieder einen Rückschlag: Reimund Lutzenberger (Brett 6) spielte eine interessante Nebenvariante in der französischen Eröffnung. Sein Gegner opferte einen Bauern für Entwicklungsvorsprung und Reimund nahm dieses Opfer an. Die aktiven Figuren waren hier spielentscheidend, Reimund wurde zusehends überspielt und verlor die Partie.
Danach gewann Arnd Mayer (Brett 5)  und stellte den Ausgleich wieder her. Arnd stand in der Eröffnung wohl ein wenig passiv, sein Gegner hatte schönen Raumvorteil. Später hatte Arnd einen Minusbauern, allerdings hervorragende Kompensation dafür. Der Springer seines Gegners hatte sich auf a7 verirrt, der gleichzeitig auch zur Verteidigung der Königsstellung fehlte. Später setzte Arnd seinen Gegner auch matt – ein sehr wichtiger Punkt zum 3,5:3,5.

Jetzt lag alles nur noch an der Partie von Markus Eichhorn (Brett 7). Er hatte eine gedrückte Stellung und sein Gegner hatte durch den großen Raumvorteil Chancen zu gewinnen. Markus verteidigte die Stellung mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer sehr geschickt und konnte die Stellung halten. Der gegnerische schwarzfeldrige Läufer konnte nichts mehr machen, die Stellung war blockiert und die eigenen Bauern alle auf Schwarz. Somit war hier das Remis besiegelt und das 4:4 stand fest.Bei einem Blick auf die Tabelle können wir durchaus zufrieden sein. Mit dem Punktgewinn konnte Jedesheim 2 den  3. Platz behaupten – doch die Liga ist eng und aus den letzten drei Partien sollten noch Punkte geholt werden. Mit Fils-Lauter 1 wartet am nächsten Spieltag (10.02.) eine erneut schwere Aufgabe auf uns.

 

Unsere traditionelle Weihnachtsfeier 2018 fand am 15. Dezember im Musikerraum Jedesheim statt. Diesmal eingebettet in unser Bundesliga-Wochenende. Die gut 70 Gäste erlebten eine schöne, kurzweilige, zuweilen besinnliche und unterhaltsame Weihnachtsfeier mit hervorragendem Essen vom Bufett, netten Vorträgen und Fred Jakson, einem tollen Zauberer. Der abschließende Höhepunkt war wie immer die große Tombola mit rund 300 Preisen.

Der SV Jedesheim war erstmals Gastgeber einer Doppelrunde in der 2. Bundesliga Süd. Gespielt wurde in der Gemeindehalle Jedesheim, die allen großzügigen Platz bot und auch ein kleines Catering wurde von uns auf die Beine gestellt.
Beim ersten Spieltag in Heusenstamm hatte Jedesheim 1  mit dem Sieg über Griesheim bereits für eine große Überraschung gesorgt und so hofften wir, mit einer guten Aufstellung gut aufgestellt ein oder gar zwei Punkte zu holen.
Doch es kam anders: Am Samstag ging der Kampf gegen den SC Eppingen mit 3:5 Punkten verloren. Am Sonntag sah es dann gegen die SF Bad Mergentheim anfänglich schon schlecht für uns aus – am Ende stand eine etwas unglückliche 3,5:4,5 Niederlage zu Buche.
In der nächsten Doppelrunde am 2. und 3. Februar in Schönaich treten wir gegen die stärksten Mannschaften der Liga SC Emmendingen und OSG Baden-Baden II an.

Tabelle 2. Bundesliga Süd

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Der 5. Spieltag in der Verbandsliga Süd verlief anfangs gegen die Weiße Dame Ulm ganz gut.

Als erster beendete Hans-Michael Stiepan (Brett 2) die Partie mit einem Remis. Dabei spielte Hans-Michael französisch und kam dabei, mit dem Abtausch des schlechten weißfeldrigen Läufers gut aus der Eröffnung. Der Gegner hatte allerdings Angriffschancen. Später wurden die Züge wiederholt und das Remis stand fest.

Das zweite Remis trug Markus Eichhorn (Brett 7) bei. Nach interessanter Eröffnung und wenig Zeit seines Gegners bekam Markus ein Remisangebot. Dies wurde nach reiflicher Überlegung und mit Absprache des Mannschaftsführers angenommen, weil Markus nach Abtausch der Schwerfiguren in einem schlechteren Endspiel gelandet wäre. Somit wurden auch hier die Punkte geteilt.

Danach verlor Peter Rudolf (Brett 6) die Partie. Er wollte seinen Gegner mit einem Königsangriff in die Knie zwingen, musste allerdings in einen Damentausch einwilligen, was für ihn ein schlechteres Endspiel bedeutete. Leider konnte er die Partie nicht mehr halten.

Als nächstes musste Arnd Mayer (Brett 5) die Waffen strecken. Arnd kam dabei sehr gut aus der Eröffnung heraus. Er hatte sich einen Mehrbauern und das Läuferpaar erspielt. In Zeitnot spielte er allerdings zu sicher und zu passiv, was sein Gegner gut ausnutzte. Die Partie endete dann mit einer Zeitüberschreitung, allerdings bereits in verlorener Stellung.

Fast zeitgleich verlor Johannes Büchele (Brett 4) die Partie. Nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung verlor Johannes einen Bauern, für den er keine Kompensation bekam. Nachdem er einen letzten Trick versuchte und der Gegner dies nicht zuließ gab Johannes sich geschlagen.

Danach bekam Patrick Bossinger (Brett 8) ein Remisangebot. Nach guter Eröffnungsphase opferte er optimistisch einen Bauern, um die G-Linie zu öffnen und um den schwarzfeldrigen Läufer gegen den Springer zu tauschen. Nach einem Qualitätsopfer wurde die Qualität wieder zurückgegeben und Patrick hatte einen Minusbauern. Hier wurde das Remisangebot abgelehnt, weil man noch auf ein 4:4 gehofft hatte. Kurze Zeit später musste Patrick sich aber geschlagen geben, weil er in ein Mattnetz kam und seinen Turm verlor.

Fabrice Bacquele (Brett 3) stand die ganze Partie über immer etwas besser. Später erreichte er ein Springerendspiel mit Mehrbauer, was aber schwierig zu gewinnen war. Sein Gegner schaffte es allerdings alle Bauern zu tauschen und den Springer gegen den letzten Bauern zu opfern. Somit blieb nur noch ein Springer von Fabrice übrig und das Remis war besiegelt.

Die letzte Partie beendete Achim Engelhart (Brett 1), der gut gegen seinen Gegner mithalten konnte. Achim stand nach der Eröffnungsphase etwas schlechter, konnte sich aber in ein Endspiel mit Dame und Läufer für beide Seiten, retten. Er spielte sehr geschickt und später wurden die Figuren getauscht und ein Bauernendspiel war am Brett. Nachdem beide Seiten zur Umwandlung kamen hatte Achim im Damenendspiel einen Minusbauern. Sein Gegner tauschte im richtigen Moment die Damen und das Endspiel war für Achim verloren.

Damit stand der 6,5 : 1,5 Verlust fest. Die Niederlage viel sehr hoch aus, aber Ulm hat verdient gewonnen.

Mit Platz 3 kann man nach der Niederlage zufrieden sein. Das Ziel Klassenerhalt sollte mit einem Sieg in den letzten 4 Spielen möglich sein.

 

 

Die Stadt Kilkenny (Kirche des Canisius) befindet sich im Südosten der Republik Irland. Kilkenny ist bekannt durch die vielen mittelalterlichen Bauten und vor allem durch das gleichnamige Bier. Der seit 1977 ausgetragene Kilkenny Chess Congress ist das älteste durchgehend bestehende offene Schachturnier in Irland.
Der Kilkenny Chess Club plante nach längerer Zeit nun wieder einen Vereinsausflug.  So lag es also nahe, die Einladung ihres ehemaligen Mitglieds Mark Heidenfeld anzunehmen und ein Wochenende in Ulm zu verbringen. Neben einem Rahmenprogramm sollte natürlich auch Schach gespielt werden. Am Freitag, 12. Oktober reisten die irischen Schachfreunde über den Flughafen München an – darunter auch ein bekanntes Gesicht: Großmeister Alexander Baburin, der erst fünf Wochen vorher beim Schachfestival Württemberg in Illertissen eingeladen war.
Am Freitagabend lud dann Familie Heidenfeld die Gäste zu einer Willkommens-Party bei sich zu Hause ein. Das Motto hieß „Bayerischer Abend“  und so wurde das gegenseitige Kennenlernen bei toller Stimmung mit bayerischen Spezialitäten, Lederhose und Dirndl bis spät in die Nacht gefeiert.
Am Samstagmorgen stand dann die obligatorische Stadtführung durch Ulm auf dem Programm.
Anschließend gab es den ersten Schach-Höhepunkt: Ein Freundschaftspiel zwischen Kilkenny CC und dem SV Jedesheim. Gespielt wurde an acht Brettern und zwar in der Internationalen Schule Ulm/Neu-Ulm, vielen vielleicht noch bekannt als Telekom-Kantine, dem ehemaligen Spiellokal des Post-SV Ulm.
Gespielt wurden Runden mit einer Bedenkzeit von 2x 60 Minuten. Die zweite Runde startete ebenfalls mit dem gleichen Gegner aber mit vertauschten Farben.

IM Jaroslaw Krassowizkij gegen GM Alexander Baburin.

An allen Brettern gab es spannende Partien und nach zwei ausgeglichenen Matches erwiesen wir uns als gute Gastgeber: Kilkenny gewann mit dem knappsten Ergebnis: 8,5:7,5

Wie beim IM-Turnier in Illertissen wiederholte sich an Brett 1 das “Aufeinandertreffen der Titanen“: Irland´s Nr. 1 und mehrfacher Landesmeister Großmeister Alexander Baburin spielte gegen den Württembergischen Meister Jaroslaw Krassowizkij. In der 1. Partie gewann Jaroslaw das Endspiel und die 2. Partie endete mit einem Remis.

Die Einzelergebnisse:
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Die Blitz- und Schnellschachserie der Saison 2018/2019 ist aufgeteilt in fünf Blitz- und fünf Schnellschachturniere. Selbstverständlich gibt es auch wieder die traditionelle Turniere wie das Weihnachts-Blitzturnier und das Ostereier-Blitzturniers am Gründonnerstag. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!
Das Weihnacht-Blitzturnier 2018 findet am Freitag, den 21.12. statt und der Termin für das Ostereier-Turnier ist Gründonnerstag, der 18.04.2019.

November-Schnellschach-Turnier am Freitag, den 23. November 2018

Spielort: Caritas-Centrum Illertissen, Beethovenstr. 6
Beginn:  20.00 Uhr
Modus: 5 Schnellschach- und 5 Blitzturniere
Blitz: 2 x 3 min + 2 Sekunden pro Zug,  vollrundig bis 12 Teilnehmer
Schnellschach: 2 x 15 min, 5 Runden Schweizer System
Monatswertung: Die ersten 10 Spieler erhalten absteigend 100 bis 10 Punkte.
Jahreswertung: Die besten 7 Platzierungen zählen in Summe zur Jahreswertung

Gesamtwertung der besten 7 Turniere:

1. Rang 60 €
2. Rang 40 €
3. Rang 30 €
4. Rang 20 €

Termine und Ausschreibung

Ergebnisse 2018/2019:

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Als ich bei der Begrüßung der Gastmannschaft SG Turm Albstadt 1 einen fairen und spannenden Verlauf wünschte, wusste ich natürlich noch nicht, wie richtig ich lag. Es sollte ein unheimlich spannender Zweikampf an 8 Brettern werden, auch wenn sich 2 1/2 Stunden lang gar nichts rührte. Lediglich in der Partie Marc Rukwid – Arnd Mayer (Brett 5) stellte der Albstädter bereits nach 10 Zügen einen Bauern ein; und das in einer Eröffnung, die er, nach seinen Worten, gut kannte. Ich spielte dann allerdings zu passiv und erlaubt so dem Gegner, in meine Stellung einzudringen. Das Ergebnis war, dass der Mehrbauer verloren ging. Danach trennte man sich friedlich mit einem Remis.

Zuvor erbrachte Johannes Büchele, Brett 4, den ersten halben Punkt, als die Eröffnungsphase nahezu abgeschlossen war. Simon Heinrici (Brett 7) musste da schon etwas länger kämpfen. Sein Gegner hatte immer kleine, versteckte Möglichkeiten zum Angriff, doch diese wehrte Simon gekonnt ab und konnte dann den Spieß umdrehen. Das Ergebnis war ein ganz wichtiger Sieg, wie sich später noch herausstellen sollte.

Neben mir am Brett 6 von Markus Eichhorn stellte ich verwundert fest, dass Markus mit Weiß in einem Grünfeld-Inder gelandet ist. Das hatte ich ja noch nie bei ihm gesehen. Umso freudiger sah ich , dass er ganz gut stand. Als ich dann nach einer Weile wieder hinüber sah, stand er allerdings klar auf Verlust und musste auch ein paar Züge später aufgeben.

Als dann Patrick Bossinger, Brett 8, zu mir kam, um zu erfragen, was er mit dem Remisangebot seines Gegners machen sollte, wollte ich schon sagen, du musst auf jeden Fall weiterspielen, denn die anderen Partien stehen alle entweder auf Verlust oder zumindest sehr bedenklich. Doch Patrick stand meines Erachtens auch nicht besonders gut, bestenfalls ausgeglichen. Wie bin ich froh, ihn nach seinem Gefühl entscheiden haben zu lassen, was er machen soll. Denn der Kämpfer Patrick spielte resolut auf Gewinn (hätte auch Bauern geopferte, um eine Bauernumwandlung zu erreichen) und nutzte die kleinen Fehler seines Gegners, um einen ganzen Punkt einzufahren.

Nachdem Fabrice Bacquele, Brett 3, wieder mal seinem Ruf gerecht wurde und als Schwarzer so großen Druck auf des Gegners Stellung ausübte (als wäre die Farbverteilung umgekehrt), dachte ich schon, der Gegner wird innerhalb weniger Züge zusammenbrechen. Das war dann leider doch nicht der Fall. Im Gegenteil, der Angriff forderte Tribut. Ein Bauer musste sein Leben lassen und später auch die Qualität. Doch das erschüttert einen Fabrice doch nicht und übte mit Dame und Springer weiterhin so starken Druck aus, dass der Gegner sich genötigt sah, in beidseitig höchster Zeitnot, die Qualität wieder zurückzugeben. Im daraus resultieren Damenendspiel war für keinen mehr etwas zu holen, so dass ein Dauerschach die Partie beendete.

Damit stand es 3,5 zu 2,5 für uns und dennoch waren wir sehr weit von einem Mannschaftssieg entfernt, denn in den beiden letzten Partien stand es für die Jedesheimer sehr schlecht. Zwar hatte Achim Engelhart an Brett 1 nur einen Bauern weniger, doch im Endspiel T+B gegen T+2B konnte Achim die Niederlage nicht verhindern. Wenn jetzt nicht noch ein Wunder passiert, dann würden wir den Mannschaftskampf verlieren, denn in der letzten laufenden Partie von Hans-Michael Stiepan, Brett 2, musste Hans-Michael mit einer Qualität weniger die Stellung halten, um wenigstens noch ein Mannschaftsremis zu erzwingen. In dieser Situation agierte Hans-Michael sehr routiniert, indem er mit seinen Leichtfiguren (L+S) Unruhe im gegnerischen Lager verursachte. Als dann die Dame auch noch die halboffene Königsstellung attackieren konnte, war ein Remis schon sicher. Deshalb konnte Hans-Michael das mögliche Dauerschach ignorieren und auf Matt spielen. Für die Zuschauer war diese Situation kaum noch auszuhalten, weder für die Gäste noch für die Mannschaftskameraden, zumal beide Spieler auch noch in Zeitnot waren und jederzeit ein Fingerfehler passieren hätte können. Und dann war das Wunder tatsächlich erreicht. Der Gegner ließ sich die letzten Züge, die zum Matt geführt hätten, nicht mehr zeigen und wir gewannen glücklich 4,5 zu 3,5.

Mit 6 (aus 8) Punkten und Tabellenplatz 3 können wir, bei noch fünf ausstehenden Mannschaftskämpfen, schon bald anfangen, als Aufsteiger in die vierthöchste Liga den Klassenerhalt als gesichert anzusehen.

Nach den Prognosen und Mannschaftsaufstellungen zu urteilen, konnte der SV Jedesheim beim ersten Spielwochenende in der 2. Schach-Bundesliga Süd nicht viel erwarten. Als klare Außenseiter wurde die Reise nach Heusenstamm bei Frankfurt angetreten.
Die 1. Runde bescherte gleich Gastgeber SC Heusenstamm, der in Bestbesetzung spielte und vier Großmeister und vier Internationalen Meister aufbot. Wir konnten die Partien sehr lange ausgeglichen halten. Jaroslaw Krassowizkij (Brett 1) hatte zwar einen Mehrbauer im Turmendspiel, der aber nicht verwertbar war und so gelang ihm ein sicheres Remis. Vladimir Lukovic (Brett 3) hatte sich eine sehr gute Position gegen den einzigen deutschen Spieler vom SC Heustenstamm, Großmeister Hagen Pötsch, herausgespielt. Dieser verteidigte sich umsichtig und so endete des Partie ebenfalls mit einer Punkteteilung. Zwei Unentschieden war dann schon unsere gesamte Ausbeute am ersten Tag – fast alle Partien kippten durch kleine Ungenauigkeiten in der Zeitnotphase. Patrick Bossinger (Brett 8) hatte wohl die größte Chance, eine Ergebnisverbesserung zu erreichen. Mit einem Turmopfer hätte er seinen übermächtigen Gegner in größte Schwierigkeiten bringen können.
Dennoch boten wir einen großen Kampf – einzig das Ergebnis passte nicht.

Jaroslaw Krassowizkij (Brett 1)

Einzelergebnisse:                                                                                                                                      
SC Heustenstamm : SV Jedesheim (7 :1)
1 GM Sadzikowski (2544) – IM Krassowizkij (2456) remis
2 GM Krejci (2563) – GM Pikula (2485) 1:0
3 GM Poetsch (2513) – IM Lukovic (2425) remis
4 GM Polak (2504) – FM Anistratov (2283) 1:0
5 IM Wieczorek (2468) – FM Trussevich (2282) 1:0
6 IM Klekowski (2499) – FM Römer (2173) 1:0
7 IM Barski (2459) – Engelhart (2112) 1:0
8 IM Weichhold (2425) – Bossinger (1976) 1:0

Der Parallelkampf zwischen SV Griesheim und dem TSV Schönaich endete mit einem 3,5:4,5 Sieg für unseren württembergischen Reisepartner aus Schönaich.

Am Sonntag, 11.November wurden um 10.00 Uhr die Uhren angestellt. In gleicher Besetzung, hoch motiviert und gut vorbereitet, trafen wir auf den SV Griesheim, der auch schon in der 1. Bundesliga spielte. Wir hofften auf einen ausgeglichenen Kampf und auf ein besseres Ergebnis als am Vortag. Doch alles lief perfekt und am Ende stand ein sensationeller 6:2 Sieg für uns fest.
Durch eine Zugwiederholung konnte Achim Engelhart (Brett 7) ein Unentschieden erreichen und Dimitrij Anistratov (Brett 4) akzeptierte ebenfalls das Remisangebot seines Gegners. Unser erster Sieg in der 2. Bundesliga gelang Jaroslaw Krassowizkij an Brett 1. In einer sehr spannenden Partie baute sich Jaroslaw eine schöne Angriffsstellung auf, die aber nicht einfach zu gewinnen war. Zum einen musste der gegnerische Freibauer gestoppt werden und dann auch noch Dauerschach vermieden werden. Beides gelang mit gutem taktischem Verständnis und Rechenleistung.

Größere Probleme hatte Vladimir Lukovic (Brett 3) zu überstehen. In der Eröffnung wohl schon überspielt, verteidigte er sich zäh und umsichtig und hielt das Remis. Nachdem sich weitere, für uns aussichtsreiche Partien abzeichneten, willigte auch Dejan Pikula in die Remis-Offerte ein.
Auch Uli Römer (Brett 6) behielt die Übersicht und schätzte eine Angriffschancen gut ein. Mit einem Bauernopfer lockte er die gegnerische Dame ins Abseits und zwei verbundene Freibauern erlaubten ihm einen unwiderstehlichen Königsangriff. Somit führten wir bereits mit 4:2 und ein Blick auf Brett 5 zeigte auf einmal große Vorteile für uns. Sergey Trussevich versuchte wie immer aus gesicherter Stellungen zu kontern, was ihm diesmal gelang. Sein Gegner probierte noch einige Umwandlungstricks und Sergey passte auf gewann sicher.
Ein tolles Wochenende für Youngster Patrick Bossinger. Am Vortag noch eine große Chance ausgelassen, spielte er diesmal wieder eine gute Partie. Obwohl zwischenzeitlich auf Verlust stehend, kämpfte er weiter und als sein Gegner in der Schlussphase zu sehr auf Angriff spielte, wurde er von Patrick ausgekontert und noch mattgesetzt. Ein sensationeller 6:2 Sieg für uns.

Einzelergebnisse:
SV Jedesheim – SV Griesheim 6:2                                                                                                
1 IM Krassowizkij (2456) – GM M. Grabarczyk (2374) 1:0
2 GM Pikula (2485) – IM Jarmula (2488) remis
3 IM Lukovic (2425) – GM Tazbir (2534) remis
4 FM Anistratov (2283) – IM Baskin (2354) remis
5 FM Trussevich (2282) – FM Spitzl (2285) 1:0
6 FM Römer (2173) – IM B. Grabarczyk (2380) 1:0
7 Engelhart (2112) – Köhler (2270) remis
8 Bossinger (1976) – de Visser (2230) 1:0

Wir erlebten spannende Partien und kehrten mit zwei Mannschaftspunkten zurück. Fahrt, Übernachtung, Essen und Stimmung waren sehr gut.

Beim nächsten Bundesliga-Wochenende haben wir Heimspiel. Gespielt wird ein der Gemeindehalle Jedesheim – Zuschauer sind herzlich eingeladen.
15.12.2018 14:00 Uhr: SV Jedesheim – SC Eppingen
15.12.2018 14:00 Uhr: TSV Schönaich – SF Bad Mergentheim

16.12.2018 10:00 Uhr:  SC Eppingen – TSV Schönaich
16.12.2018 10:00 Uhr:  SF Bad Mergentheim – SV Jedesheim

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Stefan Stark (1936 – 2018)

Die Schachfreunde des SV Jedesheim trauern um ihr langjähriges Mitglied Stefan Stark, der am 29.9.2018 kurz vor seinem 82stem Geburtstag verstorben ist.

Schach war seine große Leidenschaft. Stefan Stark war Gründungsmitglied der Schachabteilung des SV Jedesheim. Von 1976 bis 2013 betreute er als Materialwart das Spielmaterial und stellte im Vorfeld der Mannschaftskämpfe und der Turniere Bretter und Uhren auf. Er spielte zuverlässig bei seinen Mannschaftskämpfen und Turnieren und half auch gerne bei anderen Mannschaften aus. Bei allen Veranstaltungen der Schachabteilung war Stefan stets dabei und half mit, solange sein Gesundheitszustand das erlaubte. Wegen seines ruhigen, freundlichen und bescheidenen Wesens war er bei allen seinen Schachfreunden sehr beliebt.

Wir sind dankbar für seine Vereinstreue, seine Kameradschaft und seinen Einsatz für die Schachabteilung und für das Schach.

Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

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