{"id":1269,"date":"1999-09-10T21:07:37","date_gmt":"1999-09-10T21:07:37","guid":{"rendered":"http:\/\/schach-jedesheim.de\/?p=1269"},"modified":"2020-06-14T13:44:57","modified_gmt":"2020-06-14T12:44:57","slug":"wem-2009-frank-zeller-alter-und-neuer-meister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schach-jedesheim.de\/?p=1269","title":{"rendered":"WEM 1999: Frank Zeller &#8211; alter und neuer Meister"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Schach-Meisterschaften in der Illertisser Schranne<\/strong><\/h2>\n<p>Illertissen (ex). Der Schachabteilung des SV Jedesheim ist es erneut gelungen, die besten Spieler W\u00fcrttembergs in die V\u00f6hlinstadt zu holen: von Freitag, 28. August bis Sonntag, 05. September, werden in der historischen Schranne die W\u00fcrttembergischen Schachmeisterschaften ausgetragen.<br \/>\nUnter den 24 Spielern sind auch zwei Lokalmatadore vertreten: Uli R\u00f6mer, der f\u00fcnf Jahre f\u00fcr Jedesheim spielte und jetzt bei Post-SV Ulm aktiv, ist amtierender w\u00fcrttembergischer Blitzschach-Meister sowie Reimund Lutzenberger, Spitzenspieler beim SV Jedesheim.<br \/>\nEiner der H\u00f6hepunkte der neunt\u00e4gigen Veranstaltung ist ein offenes Blitzturnier am Freitag, 3. September ab 19.30 Uhr. Beim Blitzschach stehen jedem Spieler nur f\u00fcnf Minuten Bedenkzeit f\u00fcr die Partie zur Verf\u00fcgung. Am Samstag, 04. September wartet dann ein besonderer Leckerbissen auf die Freunde des k\u00f6niglichen Spiels: beim Sparkassen-Simultan tritt ab 17.00 Uhr Schachgro\u00dfmeister Vlastimil Hort aus K\u00f6ln-Porz gegen 30 Gegner an.<br \/>\nNeben dem Spitzenschach an jedem Nachmittag kommt aber auch das Breitenschach nicht zu kurz. Die Schachabteilung des SV Jedesheim bietet f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene einen Schach-Schnupperkurs an. Hier k\u00f6nnen Anf\u00e4nger die Grundregeln des Schachspiels erlernen, fortgeschrittene Spieler erhalten Tipps und Tricks um ihre Spielst\u00e4rke zu steigern. Der Kurs wird von Montag, 30. August bis Freitag, 03. September, jeweils ab 18.00 Uhr abgehalten und ist kostenlos. Desweiteren werden Schachfiguren und Schachb\u00fccher ausgestellt. Der Schachinteressierte findet allerlei Wissenswerte rund um das Spiel der 64 Felder.<\/p>\n<p>(Vorank\u00fcndigung Illertisser Zeitung am 26. August 1999)<\/p>\n<div style=\"page-break-after: always;\"><span style=\"display: none;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<h2><strong>Matthias Holzh\u00e4uer f\u00fchrt bei Schachmeisterschaften<\/strong><\/h2>\n<table style=\"height: 200px; width: 200px;\" border=\"1\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"1\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"http:\/\/schach-jedesheim.de\/wp-content\/uploads\/image\/Holzhauer-WEM_1999-1.jpg\" rel=\"lightbox[1269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schach-jedesheim.de\/wp-content\/uploads\/image\/Holzhauer-WEM_1999-1.jpg\" alt=\"Matthias Holzh\u00e4uer, Illertissen WEM 1999\" width=\"200\" height=\"228\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00dcber einen guten Verlauf freuen sich die Verantwortlichen der w\u00fcrttembergischen Schachmeisterschaften 1999 in der Illertisser Schranne. Nach interessanten Partien mit einer Spieldauer von bis zu sieben Stunden steht Matthias Holzh\u00e4uer aus Schmiden\/Cannstadt bei der Zwischenbilanz nach vier Runden an der Spitze des Feldes. Das Turnier ist weiterhin v\u00f6llig offen. Zehn Spielern bietet sich noch die M\u00f6glichkeit, am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen. Die gestrige letzte Partie zwischen dem Jedesheimer Reimund Lutzenberger und Wolfgang Melcher aus Kirchheim war die bisher spannendste. Bei dieser Auseinandersetzung\u00a0 von mehr als sechs Stunden stand bis zuletzt nicht fest, wer als Sieger vom Brett hervorgehen w\u00fcrde. Am Ende gab es dann ein Unentschieden.<br \/>\nDer Illertisser Ulrich R\u00f6mer, welcher f\u00fcr Post-SV Ulm\u00a0 an den Start geht, spielte gegen der besten Turnierspieler, Igor Berezovsky aus Stuttgart. Dieser hatte seine Zeit falsch eingesch\u00e4tzt und verlor am Ende das Spiel wegen Zeitlimit\u00fcberschreitung. Dadurch verpasste er den Sprung an die Spitze. Die Meisterschaft wird t\u00e4glich fortgesetzt und dauert noch bis Sonntag, 05. September.<br \/>\n(Text\/Bild: Benny Kohler, Illertisser Zeitung am 27.08.1999)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"page-break-after: always;\"><span style=\"display: none;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<h2>Bellenberger besiegt Gro\u00dfmeister<\/h2>\n<p><strong><br \/>\nSimultan-Schach: Hans-Michael Stiepan (19) gewinnt gegen Vlastimil Hort Partie<\/strong><\/p>\n<table style=\"height: 197px; width: 303px;\" border=\"1\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"1\" align=\"left\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"http:\/\/schach-jedesheim.de\/wp-content\/uploads\/image\/Hort-Simultan_1999.jpg\" rel=\"lightbox[1269]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schach-jedesheim.de\/wp-content\/uploads\/image\/Hort-Simultan_1999.jpg\" alt=\"Vlastimil Hort - Simultan 1999 in Illertissen\" width=\"300\" height=\"195\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Illertissen(kr). Der Bellenberger Hans-Michael Stiepan (19) ist es bei einem Schach-Simultanturnier als einzigem von 28 Spielern gelungen, den Weltranglistenspieler und Gro\u00dfmeister Vlastimil Hort zu besiegen. Das Turnier geh\u00f6rte dem Rahmenprogramm der W\u00fcrttembergischen Schach-Einzelmeisterschaften, die der SV Jedesheim in der Illertisser Schranne durchf\u00fchrte und die gestern zu Ende ging.<\/p>\n<p>Der Besuch des in der Tschechoslowakei geborenen Vlastimil Hort war in der Tat das, was die Verantwortlichen\u00a0 vom SV Jedesheim angek\u00fcndigt hatten: ein Leckerbissen. Hort, der aus \u00fcber 70 internationalen Turnieren als Sieger hervorging, wurde seinem Ruf als Simultan-Spezialist mehr als gerecht. Beim Simultan-Schach tritt ein Spieler &#8211; Vlastimil Hort &#8211; gegen eine Reihe Spieler gleichzeitig (simultan) an. In der Schranne wollten es sich 28 Kenner und K\u00f6nner des k\u00f6niglichen Spiels nicht entgehen lassen, mit einem Profi die Kr\u00e4fte zu messen.<br \/>\nZun\u00e4chst wanderte der Gro\u00dfmeister recht z\u00fcgig von Brett zu Brett, recht h\u00e4ufig seinen eigenen und den Zug seines Gegen\u00fcbers kommentierend.<\/p>\n<p><strong>Zirka 1300 Z\u00fcge<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dfer dem Geist war dabei auch der K\u00f6rper gefordert: In den mehr als vier Stunden, die das Turnier dauerte, machte Hort zirka 1300 Z\u00fcge. Ausgehend von durchschnittlich 40 Z\u00fcgen pro Partie mu\u00dfte er folglich 40 Mal seine Runde drehen. Allm\u00e4hlich wird aber auch eine Koryph\u00e4e wie Hort langsamer &#8211; einige der Teilnehmer zwangen ihn dazu, sich eingehender mit der Figuren-Konstellation auf ihren Bretter zu besch\u00e4ftigen. \u00dcber welch ph\u00e4nomenale\u00a0 Gaben aber ein Klassemann wie Hort verf\u00fcgt, wurde deutlich, als einem seiner 28 Gegner ein Versehen unterlief. Als der Gro\u00dfmeister vor dem Mann Station machte, stellte er mit dem ersten Blick fest, dass auf dem Schachbrett seit seinem letzten Besuch etwas nicht stimmte: Der Spieler hatte statt einem zwei &#8222;Steine&#8220; verr\u00fcckt, was Hort zu der Bitte veranlasste, den zweiten Zug doch bittesch\u00f6n zur\u00fcckzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Geschlaucht<\/strong><\/p>\n<p>Auch nach Abschluss des Wettkampfs wusste ein sichtlich geschlauchter Berufsspieler ganz genau, welcher seiner Gegner wann und wo einen besonders schlechten oder einen besonders guten Zug gemacht hatte. Angesichts dieser F\u00e4higkeiten erscheint es durchaus glaubhaft, wenn der vielfache tschechische und deutsche Meister versichert, dass er auch nach einem Monat noch jede einzelne Partie eines Simultan-Turniers exakt nachspielen k\u00f6nne. Dass das k\u00f6nigliche Spiel auch eine Menge\u00a0 mit Psychologie zu tun hat, erwies sich im Fall von <strong>Hans-Michael Stiepan<\/strong>. Der Bellenberger, der f\u00fcr den SV Jedesheim spielt, hatte Hort geh\u00f6rig in die Bredouille gebracht, so dass Fachleute schon fr\u00fchzeitig erkennen konnten, dass der Profi in diesem Fall auf keinen Fall die Oberhand behalten wird k\u00f6nnen. Trotzdem, zur Verwunderung des Publikums, spielte Hort immer weiter. Auf die sp\u00e4tere Frage, warum er seinen jugendlichen Gegen\u00fcber nicht seine Niederlage nicht eher eingestanden habe, antwortete er mit einem verkappten Kompliment f\u00fcr <strong>Hans-Michael Stiepan<\/strong>: &#8222;Ich kann doch nicht zu lassen, dass er von seinem Brett aufsteht und den anderen gute Tipps gibt. Dann h\u00e4tte ich vielleicht noch mehr Spiele verloren&#8220;. Dies h\u00e4tte durchaus der Fall sein k\u00f6nnen: Neun Matches endeten Unentschieden.<br \/>\nWelche Emotionen sogar eine Nicht-Niederlage ausl\u00f6sen kann, wurde bei<strong> Andreas Parschan<\/strong>, Zweiter Vorsitzender des SV Jedesheim und Schach-Bundesliga-Schiedsrichter deutlich. Auch am Morgen danach war Parschan noch regelrecht aus dem H\u00e4uschen \u00fcber sein Remis.<\/p>\n<table style=\"height: 150px; width: 107px;\" border=\"1\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"1\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/schach-jedesheim.de\/wp-content\/uploads\/image\/Stiepan_1999.jpg\" alt=\"Hans-Michael Stiepan 1999\" width=\"128\" height=\"200\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Gl\u00e4nzender Unterhalter<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDass Vlastimil Hort nicht nur \u00e4u\u00dferst gekonnt mit K\u00f6nig, Dame oder Bauer umzugehen wei\u00df, sondern auch ein gl\u00e4nzender Unterhalter ist, demonstrierte er zuvor. Fast eineinhalb Stunden lang gew\u00e4hrte\u00a0 der nicht nur wegen seines tschechischen Akzents an den &#8222;braven Soldaten Schweijk&#8220; erinnernde Gro\u00dfmeister einen Blick hinter die Kulissen des Schach-Weltverbands &#8222;Fide&#8220;. Dabei machte er unmissverst\u00e4ndlich klar, dass ihm die momentane Entwicklung ganz und gar nicht behagt. Ein Mann wie der langj\u00e4hrige Weltmeister Garri Kasparow sei heute mehr Informatiker als Schachspieler. Hort, der 1968 Profi wurde, erz\u00e4hlte auch, wie \u00fcber Jahre hinweg wichtige Spiele gegen Landsleute zugunsten des sowjetischen Weltmeisters Anatoli Karpow regelrecht verschoben wurden. In den ganz ernst gemeinter Weise gestand Hort auch ein, dass zwischenmenschliche Beziehungen bei Schachspielern oft leiden. Bei seiner Hochzeit warnte er seine Ehefrau: &#8222;Zuerst kommt die Schwarze Dame, dann die Wei\u00dfe Dame, dann Du.&#8220;<\/p>\n<p>(Bericht der Illertisser Zeitung am Montag, den 06. September 1999)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schach-Meisterschaften in der Illertisser Schranne Illertissen (ex). 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