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Aus vergangener Zeit

Schach-Meisterschaften in der Illertisser Schranne

Illertissen (ex). Der Schachabteilung des SV Jedesheim ist es erneut gelungen, die besten Spieler Württembergs in die Vöhlinstadt zu holen: von Freitag, 28. August bis Sonntag, 05. September, werden in der historischen Schranne die Württembergischen Schachmeisterschaften ausgetragen.
Unter den 24 Spielern sind auch zwei Lokalmatadore vertreten: Uli Römer, der fünf Jahre für Jedesheim spielte und jetzt bei Post-SV Ulm aktiv, ist amtierender württembergischer Blitzschach-Meister sowie Reimund Lutzenberger, Spitzenspieler beim SV Jedesheim.
Einer der Höhepunkte der neuntägigen Veranstaltung ist ein offenes Blitzturnier am Freitag, 3. September ab 19.30 Uhr. Beim Blitzschach stehen jedem Spieler nur fünf Minuten Bedenkzeit für die Partie zur Verfügung. Am Samstag, 04. September wartet dann ein besonderer Leckerbissen auf die Freunde des königlichen Spiels: beim Sparkassen-Simultan tritt ab 17.00 Uhr Schachgroßmeister Vlastimil Hort aus Köln-Porz gegen 30 Gegner an.
Neben dem Spitzenschach an jedem Nachmittag kommt aber auch das Breitenschach nicht zu kurz. Die Schachabteilung des SV Jedesheim bietet für Jugendliche und Erwachsene einen Schach-Schnupperkurs an. Hier können Anfänger die Grundregeln des Schachspiels erlernen, fortgeschrittene Spieler erhalten Tipps und Tricks um ihre Spielstärke zu steigern. Der Kurs wird von Montag, 30. August bis Freitag, 03. September, jeweils ab 18.00 Uhr abgehalten und ist kostenlos. Desweiteren werden Schachfiguren und Schachbücher ausgestellt. Der Schachinteressierte findet allerlei Wissenswerte rund um das Spiel der 64 Felder.

(Vorankündigung Illertisser Zeitung am 26. August 1999)

 

Matthias Holzhäuer führt bei Schachmeisterschaften

Matthias Holzhäuer, Illertissen WEM 1999

Über einen guten Verlauf freuen sich die Verantwortlichen der württembergischen Schachmeisterschaften 1999 in der Illertisser Schranne. Nach interessanten Partien mit einer Spieldauer von bis zu sieben Stunden steht Matthias Holzhäuer aus Schmiden/Cannstadt bei der Zwischenbilanz nach vier Runden an der Spitze des Feldes. Das Turnier ist weiterhin völlig offen. Zehn Spielern bietet sich noch die Möglichkeit, am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen. Die gestrige letzte Partie zwischen dem Jedesheimer Reimund Lutzenberger und Wolfgang Melcher aus Kirchheim war die bisher spannendste. Bei dieser Auseinandersetzung  von mehr als sechs Stunden stand bis zuletzt nicht fest, wer als Sieger vom Brett hervorgehen würde. Am Ende gab es dann ein Unentschieden.
Der Illertisser Ulrich Römer, welcher für Post-SV Ulm  an den Start geht, spielte gegen der besten Turnierspieler, Igor Berezovsky aus Stuttgart. Dieser hatte seine Zeit falsch eingeschätzt und verlor am Ende das Spiel wegen Zeitlimitüberschreitung. Dadurch verpasste er den Sprung an die Spitze. Die Meisterschaft wird täglich fortgesetzt und dauert noch bis Sonntag, 05. September.
(Text/Bild: Benny Kohler, Illertisser Zeitung am 27.08.1999)

 

 

Bellenberger besiegt Großmeister


Simultan-Schach: Hans-Michael Stiepan (19) gewinnt gegen Vlastimil Hort Partie

 

Vlastimil Hort - Simultan 1999 in Illertissen

Illertissen(kr). Der Bellenberger Hans-Michael Stiepan (19) ist es bei einem Schach-Simultanturnier als einzigem von 28 Spielern gelungen, den Weltranglistenspieler und Großmeister Vlastimil Hort zu besiegen. Das Turnier gehörte dem Rahmenprogramm der Württembergischen Schach-Einzelmeisterschaften, die der SV Jedesheim in der Illertisser Schranne durchführte und die gestern zu Ende ging.

Der Besuch des in der Tschechoslowakei geborenen Vlastimil Hort war in der Tat das, was die Verantwortlichen  vom SV Jedesheim angekündigt hatten: ein Leckerbissen. Hort, der aus über 70 internationalen Turnieren als Sieger hervorging, wurde seinem Ruf als Simultan-Spezialist mehr als gerecht. Beim Simultan-Schach tritt ein Spieler – Vlastimil Hort – gegen eine Reihe Spieler gleichzeitig (simultan) an. In der Schranne wollten es sich 28 Kenner und Könner des königlichen Spiels nicht entgehen lassen, mit einem Profi die Kräfte zu messen.
Zunächst wanderte der Großmeister recht zügig von Brett zu Brett, recht häufig seinen eigenen und den Zug seines Gegenübers kommentierend.

Zirka 1300 Züge

Außer dem Geist war dabei auch der Körper gefordert: In den mehr als vier Stunden, die das Turnier dauerte, machte Hort zirka 1300 Züge. Ausgehend von durchschnittlich 40 Zügen pro Partie mußte er folglich 40 Mal seine Runde drehen. Allmählich wird aber auch eine Koryphäe wie Hort langsamer – einige der Teilnehmer zwangen ihn dazu, sich eingehender mit der Figuren-Konstellation auf ihren Bretter zu beschäftigen. Über welch phänomenale  Gaben aber ein Klassemann wie Hort verfügt, wurde deutlich, als einem seiner 28 Gegner ein Versehen unterlief. Als der Großmeister vor dem Mann Station machte, stellte er mit dem ersten Blick fest, dass auf dem Schachbrett seit seinem letzten Besuch etwas nicht stimmte: Der Spieler hatte statt einem zwei "Steine" verrückt, was Hort zu der Bitte veranlasste, den zweiten Zug doch bitteschön zurückzunehmen.

Geschlaucht

Auch nach Abschluss des Wettkampfs wusste ein sichtlich geschlauchter Berufsspieler ganz genau, welcher seiner Gegner wann und wo einen besonders schlechten oder einen besonders guten Zug gemacht hatte. Angesichts dieser Fähigkeiten erscheint es durchaus glaubhaft, wenn der vielfache tschechische und deutsche Meister versichert, dass er auch nach einem Monat noch jede einzelne Partie eines Simultan-Turniers exakt nachspielen könne. Dass das königliche Spiel auch eine Menge  mit Psychologie zu tun hat, erwies sich im Fall von Hans-Michael Stiepan. Der Bellenberger, der für den SV Jedesheim spielt, hatte Hort gehörig in die Bredouille gebracht, so dass Fachleute schon frühzeitig erkennen konnten, dass der Profi in diesem Fall auf keinen Fall die Oberhand behalten wird können. Trotzdem, zur Verwunderung des Publikums, spielte Hort immer weiter. Auf die spätere Frage, warum er seinen jugendlichen Gegenüber nicht seine Niederlage nicht eher eingestanden habe, antwortete er mit einem verkappten Kompliment für Hans-Michael Stiepan: "Ich kann doch nicht zu lassen, dass er von seinem Brett aufsteht und den anderen gute Tipps gibt. Dann hätte ich vielleicht noch mehr Spiele verloren". Dies hätte durchaus der Fall sein können: Neun Matches endeten Unentschieden.
Welche Emotionen sogar eine Nicht-Niederlage auslösen kann, wurde bei Andreas Parschan, Zweiter Vorsitzender des SV Jedesheim und Schach-Bundesliga-Schiedsrichter deutlich. Auch am Morgen danach war Parschan noch regelrecht aus dem Häuschen über sein Remis.

Hans-Michael Stiepan 1999

Glänzender Unterhalter

Dass Vlastimil Hort nicht nur äußerst gekonnt mit König, Dame oder Bauer umzugehen weiß, sondern auch ein glänzender Unterhalter ist, demonstrierte er zuvor. Fast eineinhalb Stunden lang gewährte  der nicht nur wegen seines tschechischen Akzents an den "braven Soldaten Schweijk" erinnernde Großmeister einen Blick hinter die Kulissen des Schach-Weltverbands "Fide". Dabei machte er unmissverständlich klar, dass ihm die momentane Entwicklung ganz und gar nicht behagt. Ein Mann wie der langjährige Weltmeister Garri Kasparow sei heute mehr Informatiker als Schachspieler. Hort, der 1968 Profi wurde, erzählte auch, wie über Jahre hinweg wichtige Spiele gegen Landsleute zugunsten des sowjetischen Weltmeisters Anatoli Karpow regelrecht verschoben wurden. In den ganz ernst gemeinter Weise gestand Hort auch ein, dass zwischenmenschliche Beziehungen bei Schachspielern oft leiden. Bei seiner Hochzeit warnte er seine Ehefrau: "Zuerst kommt die Schwarze Dame, dann die Weiße Dame, dann Du."

(Bericht der Illertisser Zeitung am Montag, den 06. September 1999)

Am Sonntag ist die feierliche Einweihung

Schach-Jünger investieren Zeit und Geld

AH-Abteilung des Sportvereins Jedesheim errichteten eine Freischach-Anlage

Illertissen-Jedesheim (m). Morgen, Sonntag, wird die Freischachanlage, die neben der Gemeindehalle Jedesheim angelegt worden ist, bei einer kirchlichen Weihe ihrer Bestimmung übergeben. Der Sportverein Jedesheim, dessen AH-Schachabteilung dafür verantwortlich zeichnete, lädt zu einer Feierstunde mit folgendem Programm ein:
9 Uhr Feldgottesdienst mit Pfarrer Pietrek, 10 Uhr Übergabe der Schachanlage mit Ansprachen von Sportvereinsvorsitzendem Konrad Berger, Bürgermeister Hermann Kolb und des Schach-Bezirksvorsitzenden Anton Plappert. Die musikalische Umrahmung übernimmt die von Ernst Strang geleitete Muskikkapelle Jededesheim, die ab 10.30 Uhr ein Frühschoppenkonzert gibt. Bei ungünstiger Witterung finden Gottesdienst und Frühschoppenkonzert in der Gemeindehalle statt.

Die Gesamtkosten für die überdachte Freischachanlage belaufen sich einschließlich der freiwillig geleisteten Arbeitsstunden auf über 5000 DM. Ein Drittel der finanziellen Auslagen übernahm der Hauptverein, zwei Drittel trug die AH-Abteilung, die Spenden von der Kreissparkasse und der Raiffeisenbank in Höhe von jeweils 300 DM erhalten hat. Mitglieder der AH-Schachabteilung beteiligten sich im besonderen am Aushub – es wurde gegen Frostschäden eine Rollierung aufgebracht – und am Verlegen der Platten für die Spielfläche. Stefan Stark hatte die fachliche Leitung übernommen. In Eigenherstellung wurden auch die rustikalen Bänke und der Tisch erzeugt. Fleißig war bei allen Arbeiten auch die Schachjugend.
Für das Herstellen der Schachfiguren konnte der Illertisser Rentner Franz Renner, ein gelernter Zimmermann und Hobbydrechsler und Schnitzer gewonnen werden, der aus Eschenholz einen schmucken und eleganten Figurensatz schuf. Auch für das Aufbewahren der Figuren wurde gesorgt: Unmittelbar neben dem Schachfeld wurde eine verschließbare stabile Box aufgestellt, die allein 1000 DM kostete. Schließlich ist das Spielfeld noch von einem Spannzelt überdacht, das Schatten spendet und auch einigermaßen gegen Regen schützt.
Was noch zu tun ist: Eine abschließende Bepflanzung. Gedacht ist dabei an Nadelhölzer, so daß Laub sich für die Freischachanlage nicht störend bemerkbar machen kann. Die Jedesheimer Vereine arbeiten hier zusammen: Der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins, Helmut Walter, hat den Jüngern des "königlichen Spiels" die kostenlose Bepflanzung zugesagt.
(Bericht aus Illertisser Zeitung vom 03.06.1978)



Große Gemeinde  bei Weihe und Feldgottesdienst

Freischach-Anlage als Stätte der Begegnung

Bürgermeister Kolb stellt Jedesheimer Sportverein Zuschuß in Aussicht – Gelungenes Werk

Illertissen-Jedesheim (m). Ein strahlend hochsommerlicher Vormittag war dem Sportverein Jedesheim und seiner AH-Schachabteilung zur Weihe und Übernahme seiner schmucken Freischach-Anlage beschert. Zum Feldgottesdienst hatte sich eine große Gemeinde eingefunden, die die Weihe der Anlage durch Pfarrer Josef Pietrek erlebte, der seinen Segen für diese Stätte mit der Bitte verband, das sie ein Ort guter menschlicher Begegnung sein möge. Zum gelungenen Werk gratulierten Illertissens Stadtoberhaupt, Erster Bürgermeister Hermann Kolb und der Schachbezirksvorsitzende  Anton Plappert aus Gundelfingen, die beide auch die ersten Züge einer Schachpartie wechselten.

Die Musikgesellschaft Jedesheim, dirigiert von Ernst Strang, umrahmte die Messe mit feierlichen Weisen von Franz Schubert. In seinen Worten zur Bedeutung des Ereignisses erwähnte der Geistliche, das dem Spiel großer Wert bei der Erziehung von Kindern wie bei Erwachsenen zukomme. Speziell auf das Schachspiel bezogen meinte er, das im Zeitalter des Fernsehens, das alles „mundgerecht“ serviere, das Denken Luxus geworden ist. Diese Schachanlage möge dem Zusammenkommen denkender Menschen dienen.
Nach der kirchlichen Weihe übergab Sportsvereinsvorsitzender Konrad Berger die Anlage der Schachabteilung. Sein Grußwort galt der Festversammlung, namentlich dem Mitglied des Landtags, Franz Ihle, Bürgermeister Kolb und mehreren Gemeinderäten, dem Schachbezirksvorsitzenden Plappert und der Musikgesellschaft. Berger hielt kurze Rückschau auf die Entwicklung, die das Schachspiel im Sportverein durchgemacht hat. Schon vor dem letzten Krieg war es in Jedesheim gepflegt worden. Herausragender Initiator war in der Vergangenheit Hans Mayer. Ein ihm gewidmetes Gedächtnisturnier hatte die Gründung einer Schachunterabteilung in der AH-Abteilung im Jahr 1973 ausgelöst.

Unter Leitung von Manfred Maschauer und Karl Meier wurde in folgenden Jahren über 100 Jugendliche im Schachspiel ausgebildet. 1976 erfolgte der Beitritt zum Schachverband. Jetzt spielen fünf Mannschaften in der Punktrunde, wobei die 1. Mannschaft die A-Klasse erreichte und Vizemeister wurde. Die Idee zu dieser Freischachanlage, so vermerkt SV-Vorsitzender Berger, sei vom AH-Abteilungsleiter Maschauer gekommen. Er sprach abschließend den Wunsch aus, das hier viel von Schachfreunden aus Jedesheim und Umgebung gespielt werde.

Bürgermeister Kolb überbrachte Glückwünsche des Stadtrates und der Bürgerschaft Illertissen uns sprach sich lobend über die Inititative aus, die immer wieder neu von der AH-Schachabteilung und ihrem Leiter Maschauer ausgegangen sei. Zwar stehe er, sagte Kolb, im Augenblick „ mit leeren Händen“ da, kündigte aber einen finanziellen Zuschuß der Stadt für diese Freischach-Anlage an.

Grüße des Schachverbands Bayern im Bayerischen Landessportverband überbrachte Bezirksvorsitzender Anton Plappert. Er vertrat den Standpunkt: Schach ist Sport, wenn auch der Landes-Finanzminister das nicht wahrhaben wolle. Sport trainiere den Körper. Dazu zähle auch das Hirn, dessen Funktion eben durch das Schachspiel trainiert werde. Plappert wünschte zum Schluß, daß die Freischach-Anlage Freude bringen und Ansporn zur weiteren Pflege des „Königlichen Spiels“ sein möge.

Während anschließend die geweihte Schachanlage gleich ausprobiert wurde, unterhielt die Musikgesellschaft mit frohen Weisen zum Frühschoppenkonzert auf dem Vorplatz der Gemeindehalle.

(Bericht aus Illertisser Zeitung vom 06.06.1978)

Abfahrt vor dem 1. Punktspiel: Bernhard Jehle, Josef Schmid, Ewald Fischer, Horst Griep

Erstmals in der Vereinsgeschichte beteiligen sich Mannschaften aus Jedesheim an Punktspielen: Jedesheim 1 und Jedesheim 2 werden in der B-Klasse West, Jedesheim 3 in der C-Klasse West des Schwäbischen Schachbundes gemeldet.

Die historischen Mannschaftsaufstellungen:

Jedesheim 1:
Brett 1: Exner Josef
Brett 2: Miller Josef
Brett 3: Bertele Heinrich
Brett 4: Schmid Franz

Jedesheim 2:
Brett 1: Lehner Hans
Brett 2: Hörmann Hans
Brett 3: Karcher Walter
Brett 4: Krischke Franz

Jedesheim 3:
Brett 1: Häutle Hans
Brett 2: Schmid Josef
Brett 3: Jehle Bernhard
Brett 4: Häutle Klaus

Weitere Spieler im Kader: Stefan Stark, Leo Alander, Erwin Remmele, Josef Micheler, Josef Bek, Ewald Fischer, Horst Griep, Reinhold Miller, Hermann Reindl, Leni Fischer, Georg Schmölzer, Ulrich Häutle.

28.09.1975: Jedesheim bestreitet sein 1. Punktspiel: "Für Jedesheim 3 mit Josef Schmid, Bernhard Jehle, Ewald Fischer und Horst Griep gab es am vergangenen Sonntag gegen Bubesheim II eine knappe 2,5 zu 1,5 Niederlage. Lediglich Ewald Fischer konnte mit einem Sieg überzeugen. Die Junghoffnung Josef Schmid kam am Spitzenbrett über ein Remis nicht hinaus. Jehle und Griep mußten abgeben." (Illertisser Zeitung)
Bild oben: Vor der Abfahrt nach Bubesheim. Bernhard Jehle reiste mit der Kreidler RS und in Schlaghosen an.


B-Klasse West: Saison 1975/76:

Jedesheim 1  – Jedesheim 2 3 : 1
Jedesheim 1  – Reisensburg 2 : 2
Nersingen-Straß  – Jedesheim 2 2 : 2
Burgau-Ichenhausen 2  – Jedesheim 1 0 : 4
Jedesheim 1  – Pfaffenhofen 3 4 : 0
Jedesheim 2  – Reisensburg 1 : 3
Jedesheim 1  – Bubesheim 2 : 2
Burgau-Ichenhausen 2  – Jedesheim 2 1 : 3
Jedesheim 2  – Pfaffenhofen 3 4 : 0
Bubesheim  – Jedesheim 2 1 : 3
Jedesheim 1  – Nersingen-Straß 4 : 0

 

 

 

 

 

 

 

Die Meistermannschaft 1976

Liebe Schachfreunde, liebe Sportfreunde und Mitbürger !

Wenn wir erst heute zur Siegerehrung unseres diesjährigen Meisterschaftsspieles kommen, dann liegt es daran, dass die vorgesehenen Preise nicht zum vorgeschriebenen Termin geliefert werden konnten und zweitens als sie kamen war die Zeit der Urlaub und Erntearbeiten nicht als günstig anzusprechen.
Wenn ich heute im Auftrag des Sportvereins AH der Abtl. Schach zu Ihnen spreche, möchte ich auf einige in der Jahreshauptversammlung des SVJ dargelegten Gedanken zurückkommen, die darin gipfelten, dass das Schachspiel als eines der edelsten Spiele angesprochen werden kann, das Wert erscheint in Zukunft auch in der Gemeinde Jedesheim bei Jung und Alt gefördert zu werden. Aus diesem Grunde stelle auch ich mich mit meinen 70 Lenzen dieser Aufgabe mitarbeitend zur Verfügung. Doch erscheint es mir als vordringlich, dass die junge Generation in stärkerem Maße aktiv daran beteiligt und in die Erfüllung der Aufgaben mit hinein wächst.

Wir wollen uns darüber klar sein, dass nicht jeder Mensch Bergsteiger, Wildwasserfahrer, Reiter, Schwimmer, Fußballer usw. sein wird und daher auch nicht Schachspieler, letzteres besonders dann nicht, wenn eine gewisse Begabung oder sonstige Voraussetzungen dazu fehlen. Diese Auffassung vertrete ich auch heute noch, der ich einige weitere Gedanken zur Bereicherung hinzufügen möchte.
Wenn 17 Spieler an diesem Turnier teilnahmen und in 256 Spielen um eine Meisterschaft rangen, bei höchster geistiger Konzentration, mit einer sportlichen Fairness, was für alle als nachahmenswert gelten kann, ist es für alle Mitspieler ein öffentliches Lob und Auszeichnung, die damit zu einer neuen gesellschaftlichen Entwicklung und einer neuen Sportkultur ihren Beitrag geleistet haben.
Schach, einst Spiel der Kaiser und Könige, sind es Millionen Menschen heute, die dem Spiel ergeben sind. Schach hat auch eine Kultur Tradition, der jeder Spieler sich verpflichtet fühlen soll, und bereits Selbstverständlichkeit geworden ist. Es gilt königlich zu gewinnen und königlich zu verlieren.
Schach steht in keinem Vergleich zu anderen Spielen. So wie wir dieses Meisterschaftsspiel in Ehren ausgetragen haben, so wollen wir auch in diesem Jahre in Aussicht genommene Pokal- und Meisterschaftsspiel wiederum austragen. Ausserdem sollen noch die Gruppenausscheidungskämpfe ausgetragen werden.

Aber noch eine besondere Aufgabe ist dem Schachspiel zugedacht, neben seiner Ideenreichheit, vor allem die Jugend zu ständig steigender geistiger Konzentration und damit logischem Denken zu verhelfen. Eine analytische Studie der Verhältnisse im vielfachen Vereinsleben zeigt eine Scheu gegen Mitarbeit in den öffentlichen Verantwortungsbereichen, im Führungsbereich. Es besteht eine vielfache Furcht, eine Aufgabe nicht erfüllen zu können, obwohl viele gute, ja sogar schöpferische Gedanken vorhanden sind, die vielfach unverwertet bleiben und dadurch verloren gehen.
Um dieses gesteckte Ziel zu erreichen, das nicht in einem Tag oder Jahr erreichbar ist, vielmehr nur durch dauernde Arbeit an uns selbst durch zähe Beharrlichkeit, wird sich da ein neues Bild formen.

So sind Wettkämpfe ein Teil unserer Arbeit und die erbrachten Leistungen sollen durch Ehrungen sichtbar gemacht werden, so wie wir es heute tun. Das dafür auch geldliche Mittel benötigt werden für die Preise, dazu hat auch die Gemeinde, wenn ich nicht irre, ein Schärflein zugesagt.
Ehrungen sind Ansporn und Verpflichtung zugleich und mit dem heutigen Abend sei auch das Signal gesetzt zum Aufbruch zu neuen Ufern.

(Rede von Mitinitiator Karl Meier am 05.09.1974)


Bericht der Illertisser Zeitung am 10.09.1974:

Stolz auf die Schachabteilung

Bürgermeister Mayer möchte großen Preis spendieren

Jedesheim (ra). Was ungleich größere Orte nicht aufzuweisen haben, Jedesheim kann damit aufwarten. Mit einer Schachabteilung innerhalb des Sportvereins, die immerhin rund 180 Mitglieder zählt (Anmerkung Bernhard Jehle: zusammen mit den AH-Fußballern). Nachdem nun vorerst vereinsinterne Vorarbeiten erforderlich sind, auch bei Verbandsspielen mitzuwirken, wird alljährlich neben dem Pokalwettbewerb eine interne Meisterschaft durchgeführt. Der Sieger darf sich ein Jahr lang "Dorfmeister" nennen. Diesmal schoß den Vogel Heinrich Bertele ab, der von 33 erreichbaren Punkten 30,5 erkämpfen konnte. Das heißt, mit einem Remis und einer verlorenen Partie, den Wettkampf für sich entscheiden konnte. Auf den Plätzen folgten Josef Miller (29,5), Hans Häutle (26), Franz Schmidt (23,5), Franz Krischke (22,5), Hans Hörmann (19), Walter Karcher (18,5), Josef Beck (17,5), Leo Alander (16,5), Reinhard Miller (14,5), insgesamt beteiligten sich 17 Spieler.

Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiter Manfred Maschauer, der auch Bürgermeister Valentin Mayer und Vereinsvorsitzenden Konrad Berger willkommen heißen konnte, entwickelte der für organisatorische Arbeiten zuständige Karl Meier sein zukünftiges Programm. Er wies dabei auf die hohen Werte des Schachspiels hin. So galt es auch im abgeschlossenen Turnier wieder "königlich zu gewinnen oder königlich zu verlieren".
Aufgrund der guten Erfahrungen wird das Turnier eine Neuauflage erleben, gegenwärtig gehe es aber in erster Linie darum, mehr Jugendliche an die Abteilung Schach heranzuführen. Zehn- bis zwölfjährige, zusammengefaßt in einer eigenen Gruppe, ebenso einen weiteren Zusammenschluß 16-jähriger, erhalten durch ihn Gruppenunterricht. Erforderlich sei vorerst von Spielgruppen, die durch Wettbewerbe bei benachbarten Vereinen mehr Farbe ins eigene Daseinsgeschehen bringen sollen.
Dorfmeister 1974, Heinrich Bertele, übergab zwischendurch dem unermüdlichen Nestor Karl Meier im Namen der Abteilung ein Anerkennungsgeschenk.
Daß im Ort eine so starke Schachabteilung bestehe, erfülle das Dorf und ihn selbst mit Stolz, führte Bürgermeister Valentin Mayer anschließend aus. Auch sein Anliegen: die Jugend zu gewinnen. Man erwarte sich für die Abteilung gute räumlicheVoraussetzungen, wenn das vorgesehene Dorfzentrum (Gemeindehalle Jedesheim, Anm. Bernhard Jehle) fertiggestellt sein wird. Im übrigen möchte er für den nächsten Wettbewerb den Preis für den Dorfmeister stiften.

Als letzter appellierte Vereinsvorsitzender Konrad Berger an die, wie er sagte, restlichen zehn Prozent, dem Verein beizutreten. Kaum war die Preisverteilung beendet, nahm auch wieder der "Schachalltag" die Teilnehmer in Beschlag. Bretter und Figuren kamen auf die Tische und man rechnete sich – wohltuend durch die Ruhe mit der alles geschieht – seine Chancen auf den 64 Feldern aus.

Pressebericht um Abschluß des Pokalturniers 1974

Schachturnier mit 20 Teilnehmern
Pokalsieger wurde Josef Miller – Königsstatue überreicht

Dank der Initiative der von Manfred Maschauer geleiteten AH-Abteilung des Sportvereins Jedesheim scheint sich die Gemeinde zu einem „Schachdorf“ zu entwickeln. Nachdem sich hier im Bereich des „königlichen Spiels“ schon seit mehreren Jahren einiges tut, ist jetzt ein Mammutturnier mit einer Beteiligung von zwanzig Schachjüngern angelaufen. Jeder spielt gegen jeden zwei Partien. Also muß jeder Teilnehmer 38 Partien spielen. Dieser etwas anstrengende Modus wurde gewählt, um die Spielstärke der einzelnen Teilnehmer zu sondieren, die dann im nächsten Jahr in zwei Klassen aufgeteilt werden können. Und wie ernst es die Organisatoren und Schachfreunde meinen, das bezeugt die einzulegende Kautionssumme von 20 DM, die voll für den Teilnehmer vorloren ist, der das Turnier nicht zu Ende spielt. Zur Eröffnung des Turniers im Gasthaus Bisle hatte Turnierleiter Karl Meier  einführende Worte gesprochen.
Dieser Start in die große Schachrunde wurde auch zum Anlaß genommen, den Sieger des Pokalturniers, das kürzlich im KO-System ausgetragen wurde, zu ehren. Josef Miller konnte aus der Hand des AH-Abteilungsleiters Maschauer die stattliche Königsstatue, eine schmucke Handschnitzarbeit, als erster Pokalsieger entgegennehmen. Diese Statue darf einmal endgültig behalten, der viermal hintereinander Pokalsieger wird. Übrigens wurde an diesem Abend auch vermeldet, daß auch eine Schachjugendgruppe ins Leben gerufen wurde, der bis jetzt zehn Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren angehören. Für die beachtliche Rührigkeit und die auch derzeit hervorragende Breitenarbeit auf dem Gebiet des Schachspiels, um die manche viel größere Gemeinde dem Dorfe Jedesheim neidisch sein könnte, dankte und gratulierte zweiter Bürgermeister Georg Dolp dem Sportverein, namentlich dem AH-Abteilungsleiter Maschauer und Turnierleiter Karl Meier. Der Bürgermeister sprach den Wunsch aus, daß die Begeisterung und der Einsatz so wie jetzt anhalten mögen.

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